Oktober 22 2016

Die Leiden des Deniz Bakir – Wilde 13 verliert mit 1:2 beim MSV Duisburg

Die 1:2 (0:0) Niederlage der Bundesliga Juniorinnen des SC 13 Bad Neuenahr beim bisherigen Tabellenletzten MSV Duisburg ist vor allem Cheftrainer Deniz Bakir gründlich auf die Seele geschlagen. Wie auch die 85 Zuschauer sah der Fußballlehrer einen 70 prozentigen Ballbesitz seines Teams, aber auch jede Menge Unzulänglichkeiten und Gastgeschenke seiner Schützlinge. Zwar verkürzte Amelie Schulte mit ihrem Treffer zwei Minuten vor Schluss noch einmal und beendete die 286 minütige Torflaute ihrer Mannschaft, doch zuvor bedankten sich Lynn Sommer mit ihrem Doppelpack binnen sieben Minuten für die Großzügigkeit der Kurstädterinnen. Somit bewahrheiten sich die Mahnungen Bakir`s, der nach zwei Startsiegen immer wieder von Punkten für den Klassenerhalt sprach.

 

Es ging gut los, an der Mündelheimer Strasse in Duisburg. Eine halbe Stunde lang beherrschte die wilde 13 Ball und Gegner, der sich zunächst einigelte und den SC 13 gewähren ließ. Vor allem über Außen bestimmte die Bakir Elf das Geschehen bis zum Strafraum der Zebras. Es sprangen einige Chancen heraus, die aber die Torhüterin des MSV, Franziska Dreihues vor keine Probleme stellten. „Uns fehlt eine Knipserin und das könnte noch zu einem Riesenproblem führen“, stellte Deniz Bakir klar. Nach besagtem Anfang wurde der MSV dann mutiger und hatte vor der Pause noch zwei gute Gelegenheiten, bei denen SC 13 Torhüterin Lisa Venrath auf dem Posten war. Der Tabellenletzte roch Lunte und steigerte sich zunehmend, während der SC 13 es immer mehr durch die Mitte versuchte. Das Ganze mit hohen Bällen ins Niemandsland. So fiel dann folgerichtig der Führungstreffer für Duisburg. Einer der nun vielen Fehler im Spielaufbau wurde eiskalt genutzt, als Lynn sommer plötzlichvöllig frei vor Venrath auftauchte und dieser keine Chance ließ (48.). Sieben Minuten später reihte die sonst so zuverlässige Venrath in die Fehlerkette ein und verschätzte sich bei einem Eckball völlig. Der Ball rutschte ihr dann noch aus den Händen, genau auf Sommer, die dankend einnetzte. Bakir reagierte und berief seine beste Spielerin an diesem Tag, Rebecca Schumann, nach vorne. Diese sorgte dann vor allem in der Schlussphase für Feuer im Strafraum der Gastgeberinnen. Auch Larissa Talarek wurde ins Sturmzentrum beordert und bekam zwei Mal die Möglichkeit zu treffen. Doch Talarek ist keine gelernte Stürmerin, was sich vor allem fünf Minuten vor Schluss zeigte. Eine Kopfballvorlage Schumanns konnte sie nicht nutzen, obwohl sie sich die Ecke hätte aussuchen können. Amelie Schulte fasste sich dann wenig später ein Herz und überwand Dreihues mit einem Schuss aus 20 Metern unter die Latte. Warum es aber 78 Minuten dauerte, ehe überhaupt einmal eine Spielerin des SC 13 auf die Idee kam es einmal ganz einfach zu versuchen, bleibt für immer ein Rätsel. Letzlich reichte es nicht mehr und die Analysen beider Verantwortlichen fiel klar aus. „Wir waren brutal effektiv und freuen uns riesig über den ersten Saisonsieg“, meinte MSV Trainerin Angelika Kirsch. Bakir entgegnete folgendes: „Meine Spielerinnen haben leidenschaftlich gekämpft, das Spiel bestimmt, aber zu viele Geschenke verteilt. Wenn wir es nicht schaffen vorne, wie hinten die Fehler zu vermeiden wird es eng werden. Duisburg hat es besser gemacht und deshalb auch den Sieg verdient.“ Für die wilde 13 kommen jetzt mit den VfL Bochum, den Spiel beim TSV Schott Mainz und Borussia Mönchengladbach drei Spiele, in denen sich eine komplette Spielzeit drehen kann. Mit der notwendigen Entschlossenheit vor dem gegnerischen Tor könnte es wieder besser laufen.

 

SC 13: Lisa Venrath; Amelie Schulte, Elena Deuster, Emily Feifarek, Leonie Riedewald (58. Stella Genrich), Larissa Talarek, Lisa Weise (68. Sarah Leo), Vanessa Zilligen, Rebecca Schumann, Marie Schäfer (62. Paula Gau), Celina Mäder

 

Tore: 1:0 und 2:0 Lynn Sommer (48.+ 57.), 2:1 Amelie Schulte (78.)

 

SR: Bianca Jüntgen mit ihren Assistentinnen Antonia Geyer und Eda Fidan

 

ZS: 85

Traf für ihre Mannschaft: Amelie Schulte
Traf für ihre Mannschaft: Amelie Schulte