Die wilde 13 im Fokus – Jens Bäümer stellt sich vor

Mit Beginn des neuen Jahres hat der ehemalige Fußballprofi Jens Bäumer, gemeinsam mit seiner neuen Co- Trainerin Miriam Marx, das Ruder an der Seitenlinie der Bundesliga  Juniorinnen des SC 13 Bad Neuenahr übernommen. Wie immer hat SC 13 Pressesprecher Peter Eckhardt sich die Zeit genommen und dem neuen Coach einige Fragen gestellt. Lesen Sie, wie Jens Bäumer nun seine neue Aufgabe angeht und welche Ziele er sich gesetzt hat.

P.E.: Herzlich willkommen in unserem Verein, Jens. Zu allererst wünschen wir Dir und Deiner Familie ein gesundes neues Jahr. Dieses Jahr birgt dann auch direkt eine besondere Herausforderung. Die Mission Klassenerhalt der wilden 13 steht auf der Agenda. Welche Eindrücke konntest Du bisher vom Team sammeln?

J.B. „Danke für die Wünsche. Die bisher gesammelten Eindrücke sind durchweg positiv. Miriam und ich haben eine hochmotivierte und gefestigte Einheit vorgefunden. Trotz der gefährlichen Tabellenlage haben wir keineswegs den Eindruck ein Team zu coachen, welches sich schon aufgegeben hat. Die Mädels ziehen voll mit und vor allem an einem Strang.“

P.E.:  Etwas zu Dir. Du hast ja im Profifußball alle Facetten kennen gelernt. Nun der Sprung ins Trainergeschäft bei den Mädchen. Wie kam es dazu?

J.B.: „Das erste Interesse kam durch einen gemeinsamen Lehrgang mit Jürgen Ebert, der damals Trainer der Mannschaft war. Er berichtete mir von den tollen Bedingungen hier. Ich habe dann mit viel Interesse die Saison verfolgt, was auch auf meine dreijährige Zeit im Mädchenfußball in den Vereinigten Staaten begründet ist. Nachdem sich der Verein dann von Jürgen und seinem Co- Trainer getrennt hatte, schickt ich ein Portfolio von mir zum SC 13. Nina Dielmann und Silke Kolbeck nahmen Kontakt zu mir auf und im Grunde stellten wir schnell fest, dass wir auf einer Wellenlänge liegen. Der Rest war dann schnell unter Dach und Fach.“

P.E.: Welche Erkenntnisse kannst Du aus Deiner Zeit als Profi mitnehmen? Kann man überhaupt Vergleiche zwischen beiden Bereichen ziehen?

J.B.: „Die Erfahrungen mit den verschiedensten Trainern hat natürlich einen Einfluss auf mich. Ich habe versucht mir die positiven Erlebnisse zu Nutze zu machen. Dazu dann die eigenen Vorstellungen vom modernen Fußball und es konnte losgehen. Vergleiche kann man schon ziehen, denn bei beiden Geschlechtern zählen dieselben Attribute. Vor dem Erfolg ist überall erst einmal harte Arbeit vorgeschaltet. Insofern sind Wille, Teamgeist und Durchschlagskraft wohl das wichtigste am Fußball. Männlich oder weiblich spielt da keine Rolle.Interessanter ist da schon der Vergleich zwischen den USA und Deutschland. In den Staaten werden die Spielerinnen noch erheblich mehr von den Eltern beeinflusst.Meine Devise lautet aber Selbstverantwortung übernehmen. Das zu vermitteln fällt einem hier wesentlich leichter.“

P.E.: Der Frauen und Mädchenfußball hat ja seine Wiege unter anderem auch in Bad Neuenahr. Hand aufs Herz, hast Du jemals zuvor etwas vom SC 13 Bad Neuenahr gehört?

J.B.: „Natürlich. Der Name Bad Neuenahr spielt ja schließlich immer eine Rolle, wenn man sich mit Frauen und Mädchenfußball beschäftigt. Es ist schon erstaunlich, dass ein kleiner Ort wie Bad Neuenahr eine derartige Qualität in diesem Sport vorweisen kann. Ein wenig vergleichbar mit Unterhaching bei den Männern.“

P.E.: Welche Vorteile siehst Du im Standort Bad Neuenahr und wie sehr bist Du schon angekommen? Hast Du das familiäre Feeling hier schon „inhalieren“ können?

J.B.: „Die Trainingsbedingungen hier sind schon etwas Besonderes. Auch der Umgang miteinander ist keineswegs selbstverständlich. Das hat schon viel familiäres, was wir zu unserem Vorteil nutzen können. Hinzu habe ich mit Miriam eine Co Trainerin, die den Verein bestens kennt und selber noch aktiv ist. Das steckt schnell an. Wir als Trainer müssen unseren Schützlingen das auch vorleben. Jacqui Dünker macht das in hervorragender Weise und wir wollen dem in nichts nachstehen. Genau so können und werden wir den Klassenerhalt schaffen. Das sind wir den vielen Helfern und Unterstützern schon schuldig.“

 

Jens, vielen Dank für Deine offenen Worte. Der ganze Verein wünscht Miriam und Dir eine erfolgreiche Rückrunde.