August 27 2018

Mit Vehemenz zum Ziel – Wilde 13 schockt die Liga

Es war zwar von Beginn an zu erwarten, dass die B- Juniorinnen des SC 13 Bad Neuenahr an der Spitze der Regionalliga Südwest mitmischt, aber die frappierende Dominanz des Teams von Denise Blumenroth und ihrer Co- Trainerin Tamara Schmidtmeier ist dann für die bisherigen Gegner schon erdrückend. Nach dem 16:0 Auftaktsieg beim JFV Ganerb I, musste nun der Aufsteiger SV Bardenbach mit einem 0:13 an der Ahr erkennen, wie hoch die Trauben hängen, wenn es gegen den Kurstadtnachwuchs geht. Den Löwenanteil bei den bislang geschossenen 29 Toren schnappten sich Nathalie Poppe (7) und Julia Hüsch (5), die somit auch die Torjägerliste dominieren. 29 Tore in zwei Spielen, das sind Attribute die beim SC 13 schon lange nicht mehr gesehen wurden.

Natürlich kann man nach 160 Minuten Regionalliga nicht darauf schließen, dass zum Schluss knapp 200Tore auf der Habenseite stehen, denn mit dem 1. FC Saarbrücken II, Schott Mainz und dem TuS Issel warten die Prüfsteine noch auf die wieder wilde 13. Doch gerade in diesen Spielen verspricht Trainerin Blumenroth, dass ihre Schützlinge „heiß wie Frittenfett“ sein werden. Das absolute Ziel ist der Wiederaufstieg in die Juniorinnen Bundesliga, denn da fast alle im Kader noch dem jüngeren Jahrgang angehören, sind genau diese Spielerinnen vom Gedanken beseelt noch eine Saison in der Belle Etage spielen zu dürfen. Es ist diesem Kader auch durchaus möglich dann den Klassenerhalt zu schaffen. Wie schwer das allerdings für einen Südwest Aufsteiger sein kann, mussten der FSV Jägersburg oder TuS Issel bereits erfahren. Wie es dem SV Rengsdorf ergehen wird, dürfte sich schnell zeigen. Nicht umsonst hat man in Bad Neuenahr das Ziel „geliehen und nicht geschenkt“ formuliert. „Wir wollen wieder die klare Nummer Eins im FV Rheinland werden und das erfordert ständige Konzentration und Leistungsbereitschaft“, so Denise Blumenroth. Leidtragende der bisherigen Übermacht war einzig Torhüterin Mira Urban: „Bislang habe ich noch keinen Ball aufs Tor bekommen.“ Das klingt nach einer gewissen Sehnsucht nach Beschäftigung, um ihre Klasse unter Beweis zu stellen. Damit aber keine Überheblichkeit einkehrt, hat Blumenroth bereits in der Vorbereitung auf eine hochklassige Gegnerschaft gesetzt. „Das werden wir immer wieder einstreuen, wenn es möglich ist. Damit müssen die Mädels auch in der Defensive hart arbeiten.“ Auch den Rheinlandpokal haben alle auf dem Schirm. Ein Traumfinale wäre die Wiederauflage des diesjährigen Endspiels. „Da haben wir ja als Verein noch eine Rechnung offen. Wenn die Auslosung es zulässt, nehmen wir es gerne mit“, gibt sich die Trainerin kämpferisch. Die nächsten Aufgaben führen ihre Mannschaft aber zunächst zum FV Rübenach, der mit einem 1:0 bei der SG 99 Andernach aufhorchen ließ.