Oktober 25 2018

Nichts zu verlieren – SC 13 empfängt den Meister TuS Issel

Normalerweise geht es speziell beim Derby des SC 13 Bad Neuenahr gegen den TuS Issel immer hoch her. Je nach Gemengelage hat in der Vergangenheit immer das Team die Oberhand behalten, welches punktuell besser drauf war. Erstmals gibt es aber am Sonntag um 14 Uhr im Apollinarisstadion einen klaren Favoriten und der heißt nicht SC 13 Bad Neuenahr. Der Blick auf die Tabelle sagt das in aller Deutlichkeit aus. Während die Gäste von der Mosel recht entspannt auf Platz Zwei der Tabelle rangieren, herrscht zwar in der Kurstadt auch keine Verspannung, doch 10 Punkte und eine Kluft von sechs Plätzen trennt beide Mannschaften momentan. Hinzu kommt bei der Dünker Truppe der Ausfall von zwei Stammkräften, die schmerzlich vermisst werden, ohne dabei das Licht ihrer Vertretungen unter den Scheffel zu stellen.

Kapitänin Johanna Kuhn wird nach einer schweren Gehirnerschütterung, die ihr als Souvenir vom Spiel in Niederkirchen geblieben ist, definitiv nicht spielen. Auch Torhüterin Marie Wenzl wird nach einer Operation noch nicht zur Verfügung stehen, womit Lena Kloock wieder im Fokus stehen wird. Hinter weiteren Spielerinnen stehen noch Fragezeichen, was Jaqcui Dünker allerdings nicht aus der Ruhe bringt: „Gerade jetzt kann die Mannschaft frei aufspielen, was auch von Vorteil sein kann. Wir haben keinerlei Druck, was bisweilen schon einmal Kräfte frei setzen kann.“ Gegner Issel dagegen eilte in den letzten Wochen von Sieg zu Sieg. Damit das so bleibt, will man beim heimstarken SC 13 natürlich dreifach punkten. Bad Neuenahr hingegen hat wieder ein 1:6 gut zu machen, was vor 14 Tagen gegen den FC Speyer gut gelang. Wäre das Spiel für die Dünker Elf in der Ferne, dann würde man im Augenblick nicht viel Geld verdienen, wenn man auf einen Sieg des SC 13 setzen würde. Doch das Match ist auf eigenem Geläuf, was die Chancen deutlich erhöht etwas Zählbares an der Ahr zu lassen. „Erst mal muss die Null hinten stehen, alles andere wäre danach eine schöne Zugabe“, gibt sich die Trainerin realistisch und mutig zugleich. Es kann also nur heißen „wir haben kaum eine Chance, also nutzen wir sie“. Sollte die junge Kurstadt Elf allerdings ins Tempospiel kommen, dann hängen auch für den amtierenden Meister die Trauben etwas höher.