Februar 28 2019

Das Karnevalswochenende mit dem Dreierwunsch – SC 13 gastiert in Riegelsberg

Das hart erkämpfte 1:1 gegen den Topfavoriten der Regionalliga Südwest, der SG 99 Andernach, ist noch in den Köpfen der Anwesenden drin, da geht es bereits zum nächsten schweren Gang. Bereits am Samstagabend zur besten Sportschauzeit um 18 Uhr, wird das Spiel des SC 13 Bad Neuenahr im saarländischen Riegelsberg angepfiffen. Da die Frauenabteilung am folgen Tag am Karnevalsumzug in der Kurstadt teilnimmt, hatte sich der gastgebende 1. FC dankenswerterweise bereit erklärt, diese Partie um einen Tag vor zu verlegen. Leichter macht dieses Entgegenkommen allerdings nicht, denn genau wie der SC 13 hat der Tabellensechste momentan einen kleinen Lauf. Zwar hat der Kurstadtclub im Saarbrücker Vorort noch nie verloren, tat sich aber bei einem Sieg und zwei Remis auch nicht gerade leicht. Hinzu kommt das 2:2 aus dem Hinspiel, bei dem sich die Truppe von Trainerin Jacqui Dünker nicht unbedingt mit Ruhm bekleckerte. Johanna Kuhn und Lisa Weise brachten die Kurstädterinnen damals zwar zwei Mal in Führung, aber die jeweiligen Ausgleichstreffer taten dann schon weh. Dabei kommt es dem SC 13 vielleicht ein wenig entgegen, dass die Riegelsberger Toptorschützin Annika Scherer am letzten Sonntag beim Sieg in Montabaur die rote Karte gesehen hat und somit ausfallen wird.

Die sehr intensiv geführte Partie gegen den Ligaprimus hat natürlich leichte Blessuren hinterlassen. Einige Spielerinnen waren anschließend angeschlagen, was Jacqui Dünker allerdings kalt lässt: „Wir wissen noch nicht genau, wer einsatzfähig ist, werden aber mit einem schlagkräftigen Team die Reise ins Saarland antreten.“ Genau die richtige Einstellung, denn wer dem Non plus Ultra der Liga einen derartigen Fight liefert, der fährt nicht zum Tabellensechsten um dort zu verlieren. „Wir sind gewarnt vor Riegelsberg, können aber andererseits mit einem Dreier nicht nur in der Tabelle klettern, sondern uns auch gleichzeitig endgültig von den unteren Regionen verabschieden“, freut sich die Übungsleiterin auf das Bevorstehende. „Die Mädels haben es selber in der Hand, wie ausgelassen sie dann am Sonntag Karneval feiern“, weiß Dünker zu berichten.

Es wird in jedem Fall ein komplett anderes Spiel, als noch vor Wochenfrist gegen Andernach. Merh Ballbesitz und mehr Kreativität nach vorne werden gefragt sein, um die erfahrene Truppe von Spielertrainerin Melanie Klein in Schach zu halten. Der Auswärtssieg in Montabaur kam insofern auch ein wenig überraschend, zeugt aber vom momentanen Selbstbewusstsein des kommenden Gegners.  Der Vorteil der Kurstädterinnen wird eher in der Flexibilität des eigenen Spiels liegen, welches für jeden Gegner schwer einzuschätzen ist. Die letzten Wochen haben dann auch gezeigt, wie lernfähig die Mannschaft ist. Ein weiteres Pfund ist die Fitness des Kaders, für die sich vor allem Athletiktrainer Maurice Mülder verantwortlich zeigt. Nicht nur in der Halle konnte das Team „volle Pulle“ gehen, sondern man hatte auch am vergangenen Sonntag nicht den Eindruck eines konditionellen Einbruchs der Mannschaft. Letztlich werden es einmal wieder die viel beschriebenen Nuancen sein, die den Ausschlag geben, wer am Samstag den Platz als Sieger verlässt.