März 07 2019

SC 13 ist wieder „in da House“ – Aufsteiger Worms kommt

Nachdem nun die Feierwut und das Jeckentum wieder für ein knappes Jahr Pause hat, empfängt der Frauenfußballregionalligist SC 13 Bad Neuenahr am Sonntag um 12.30 Uhr ! den Aufsteiger Wormatia Worms. Hierbei findet dann auch die schier endlose Zeit auf Kunstrasenplätzen sein Ende, denn gespielt wird wieder im Apollinarisstadion, dessen Naturrasen wieder von der Stadt freigegeben worden ist. Dabei geht es für die Gäste wohl um eine der letzten Chancen den Klassenerhalt noch realistisch zu gestalten, während es für die Elf von Trainerin Jacqui Dünker nur darum geht, die Serie von zuletzt fünf Spielen ohne Niederlage auszubauen. Bei einem Heimerfolg würde man sich sogar in den Top Sechs  der Tabelle festsetzen, was ein gutes Stück über dem vorgegeben Saisonziel liegt.

Personell kann es gut sein, dass Dünker wieder zur Spielertrainerin mutiert, da die personelle Lage ihres Kaders sich seit dem letzten Wochenende nicht wirklich verbessert hat. Die rote Karte von Amelie Schulte zieht unter Garantie eine Sperre nach sich, während Marie Schäfer sich einer Antibiotikabehandlung unterzeihen muss. Wer nun für die beiden wichtigen Spielerinnen, die sich zudem in den letzten Wochen in Topform präsentierten einspringt, ist gleichermaßen ungewiss wie auch nicht sonderlich von Belang. Jede einzelne der verbliebenen Einsatzfähigen brennt auf einen Einsatz in der Startelf. Diese Bereitschaft und der konditionelle Zustand der Mannschaft machte in letzter Zeit eine Serie möglich, die der SC 13 hingelegt hat. Und da war ja auch noch das 0:0 im Hinspiel, welches zu den schwächsten der Saison gehörte. „Die Mädels wollen da etwas gutmachen, denn der Auftritt in Worms war nun überhaupt nicht nach meinem Geschmack“, gibt Dünker unumwunden zu.

Bauen kann sie dabei vor allem auf Stefanie Lotzien, die am Sonntag, sofern nichts dazwischen kommt, ihr 75. Meisterschaftsspiel für den Kurstadtclub bestreitet. Lotzien steht beispielhaft für die Tugenden, die im Moment den SC 13 so schwer bezwingbar machen. Einsatzwille, Mannschaftsdienlichkeit , eine tolle Fitness und 113%ige Identifizierung mit dem Verein. Wahrscheinlich wird die kleine Arbeitsbiene im Mittelfeld diese Zeilen mit einem roten Kopf lesen, denn ein Sonderlob ist das Letzte was Steffi Lotzien möchte. „Die Mannschaft steht über allem“, so die „Jubilarin“. Ein weiteres Attribut der letzten Spiele kann am Sonntag gerne fortgesetzt werden – die Effektivität, die nach langen Jahren anscheinend wieder Einzug gehalten hat. In den letzten 180 Meisterschaftsminuten gab es genau vier Schüsse auf das gegnerische Tor, Alle vier Versuche waren erfolgreich. „Wenn wir unseren Zuschauern ein gutes Spiel liefern und dann eben nicht jeder Schuss drin ist, wir aber dennoch gewinnen, dann bin ich auch zufrieden“, nimmt Dünker ihrem Team auch ein wenig Druck vom Kessel. Bei den Gästen agiert im Übrigen mit Kathrin Becker eine ehemalige Neuenahrerin. Doch daruaf wird die Heimelf wenig Rücksicht nehmen wollen.  Einem Geduldsspiel sollte man auf der Tribüne aber auch gelassen entgegen sehen. Da wären wir dann wieder am Anfang und dem Attribut „konditionelle Verfassung“.