April 18 2019

SC 13 Bad Neuenahr vor dem Halbfinale gebremst optimistisch – Dünker will es wie Stevens machen

Das Osterfest steht beim SC 13 Bad Neuenahr ganz im Zeichen des Rheinlandpokals. Am Samstag um 15 Uhr empfängt der Kurstadtclub die SG 99 Andernach zum fälligen Halbfinale im Pokalwettbewerb des FV Rheinland und gilt dabei trotz erstmaligem Heimrecht als Außenseiter. Daran ändert auch das 1:1 Unentschieden in der Meisterschaft nichts, welches vor zwei Monaten für Furore sorgte, denn der letzte Sieg gegen das Team aus der Bäckerstadt liegt bereits fünf Jahre zurück. Natürlich wollen die Schützlinge von Trainerin Jacqui Dünker nur allzu gerne dem Favoriten ein Bein stellen, brauchen dazu aber einen Schokoladentag und müssen dabei einen 113%igen Willen an den Tag legen.

Primäres Ziel wird dabei zunächst die Umsetzung des Mottos von Trainerlegende Huub Stevens sein: „Erst einmal soll hinten die Null stehen, dann sehen wir weiter“, so Dünker. Die individuelle Qualität und die wesentlich höhere Erfahrung der SG 99 macht , dieses Unterfangen allerdings sehr schwer. Demnach braucht es dann auch ein wenig Glück, damit es nicht so läuft wie in den beiden Meisterschaftsspielen. In der Hinrunde gelang die Stevensche These nämlich über weite Strecken, um dann doch in der Schlussphase noch drei Wirkungstreffer zu kassieren. Im Rückspiel war es die 86. Spielminute die für den damals verdienten Ausgleich sorgte. In beiden Fällen zog Gästetrainer Kappy Stümper seine Trumpfkarte Jasmin Umlauf, Die Tochter des Trainers war in beiden Fällen entscheidend daran beteiligt und sorgte mit ihrer Einwechslung für den nötigen Umschwung. Aber den souveränen Tabellenführer der Regionalliga Südwest nur an Umlauf festzumachen wäre fatal. Mit Antonia Hornberg verfüg der Ligaprimus über eine der schnellsten Spielerinnen aller Teams. Was das bedeutet musste der SC 13 am vergangenen Sonntag erfahren, als mit Silvana Arcangioli eine ebenso pfeilschnelle Akteurin den Unterschied machte. Hinzu kommen mit Isabelle Stümper, Lisa Umbach, Sarah Krumscheid, Maren Weingarz und Magdalena Schumacher ebenfalls Spielerinnen, die jederzeit ein Spiel alleine entscheiden können. Auch Eva Langenfeld ist nie zu unterschätzen, da sie immer schon den Typ unauffällig aber effektiv verkörperte. Man sieht also welch Herkulesaufgabe auf das Dünker Team wartet. Das soll aber nicht heißen, dass die SG 99 Andernach unschlagbar ist, was auch bereits in der Meisterschaft deutlich wurde. Außerdem will der SC 13 auch endlich die Serie von drei verlorenen Halbfinalspielen in Serie brechen. Bei allen drei anderen Semifinalisten hat man in den letzten drei Jahren jeweils in der Vorschlussrunde verloren, was irgendwann einmal der Vergangenheit angehören soll. Die jüngste 2:5 Niederlage gegen den 1. FFC Niederkirchen soll dabei eher Aufbauarbeit, als Hemmschuh sein. Beide Übungsleiter wissen deshalb auch um die Besonderheit dieses Spiels: „Der Pokal hat eben seine eigenen Gesetze“, geben sie unisono zu Protokoll. Personell wird Dünker erst kurz vor dem Anpfiff bekannt geben, wer nun an der Überraschung arbeiten soll. Der Krankenstand beim Kurstadtclub ist fast auf ein Minimum gesunken, so dass  die Trainerin wieder viele Alternativen besitzt. „Heiß sind alle. Jetzt liegt es am Trainerteam, die richtige Mischung zu finden“, ist Dünker gebremst optimistisch. Der Sieger dieser Partie dürfte dann am 19 Mai in Baar auch als Favorit in das Endspiel gehen, denn weder der TuS Issel, noch der SV Holzbach konnten in den letzten Wochen überzeugen. Die zu erwartenden optimalen äußeren Bedingungen am Samstag könnten also für ein richtiges Fußballfest sorgen.

Der Weg beider Teams ins Halbfinale:

SC 13: 3:0 beim FV Rübenach, 9:1 beim SV Holzbach II, 10:0 beim SV Rheinbreitbach, 7:0 bei der SG Fidei II

SG 99: 19:0 beim TSV Emmelshausen, 7:0 bei der MSG Eifelhöhe Leienkaul, 9:0 beim 1. FFC Montabaur II, 2:0 beim SC 13 Bad Neuenahr II