April 29 2019

Wechsel an der Seitenlinie – Rohleder folgt auf Dünker

Bereits vor dem Abschlusstraining zum Spiel beim TuS Issel hat SC 13 Trainerin Jacqui Dünker ihrer Mannschaft mitgeteilt, dass sie in der neuen Saison nicht mehr im Amt sein wird. Die Vereinsführung war bereits wesentlich früher darüber informiert, so dass sich die sportliche Leitung um eine Nachfolge kümmern konnte. Die Wahl fiel auf Dünkers Vorgänger Jörg Rohleder. Sie selbst hatte Rohleder befürwortet und damit wieder einmal ihren einwandfreien Charakter unter Beweis gestellt. Somit kann Jörg Rohleder bereits in dieser Woche mit der Zusammenstellung des Kaders für die Spielzeit 19/20 beginnen, wozu er mit vielen Einzelgesprächen die Gelegenheit hat.

Jacqui Dünker hat dabei ihre eigene Zukunft noch offen gelassen. Sicher dürfte aber sein, dass viele Vereine sich die Dienste der umtriebigen A-Lizenz Inhaberin sichern wollen. Das Ende ihrer Tätigkeit beim Kurstadtclub findet aber auch ohne irgendeinen Anflug von Groll oder Unstimmigkeiten statt. Das bestätigte SC 13 Pressesprecher Peter Eckhardt: „Wir sind Jacqui für ihre tolle Arbeit in den letzten zwei Jahren sehr dankbar. Ihr Engagement ging immer weit über die Aufgaben einer Cheftrainerin hinaus, was ein Punkt ist an dem wir nun kräftig etwas ändern müssen. Wir wünschen Jacqui alles erdenklich Gute für die Zukunft, egal wo und in welcher Form das sein wird.“

Ihr Nachfolger Jörg Rohleder brauchte keine große Bedenkzeit, um die Zusage für eine Verpflichtung zu geben. Selber noch als Trainer des Männer A-Ligisten SV Remagen tätig, war es ihm wichtig den Wechsel nicht als Flucht verstanden zu wissen. Nach einer sehr schwierigen Hinrunde, hatte man beim SVR das Gefühl, dass sich eine Menge bewegt hat. Jetzt aber war es eine Herzensangelegenheit für Rohleder. „Die Entscheidung fiel mir nicht sehr schwer. Ich habe meine eigene Karriere als Fußballer zu großen Teilen im Apollinarisstadion verbracht und auch meine erste Amtszeit hat mir gezeigt, dass der SC 13 noch lange nicht am Ende seines Wegs ist. Es gibt hier viele Menschen, mit denen die Zusammenarbeit viel Freude bringen wird. Da auch meine Tochter hier aktiv ist, passt das Gesamtpaket.“ Für den neuen Trainer kommt es nun erst einmal zum wichtigsten Bestandteil seiner Arbeit. Die Zusammenstellung seiner neuen Mannschaft hat oberste Priorität. Dazu wird er in dieser Woche vor Ort sein, um den Spielerinnen des SC 13 seine Spielidee zu vermitteln, ohne dabei die Vorbereitungen auf das Heimspiel gegen den TuS Wörrstadt zu beeinflussen. „Alleine diese Möglichkeit von meiner Vorgängerin zu bekommen, spricht sehr für ihre Loyalität. Sie hinterlässt mir hier ein gut bestelltes Feld, was ihr nicht hoch genug anzurechnen ist“, bedankt er sich bei Jacqui Dünker. Peter Eckhardt begrüßt dann auch den neuen (alten) Trainer mit viel Vorfreude: „Ich kenne Jörg ja schon etwas länger. Genau wie mit Jacqui freue ich mich auf viele gute Gespräche über den Fußball und bin mir sicher, dass Jörgs Impulse die meisten Spielerinnen  wieder ein Stück weiterentwickeln.“ Unter Rohleder erreichte der SC 13 seine beste Platzierung in der Regionalliga, als der Verein in der Saison 16/17 Vizemeister wurde. Daran denkt Rohleder zwar gerne zurück, lässt aber die Zielsetzungen für die neue Saison noch völlig offen. „Es hängt alles davon ab, wie der Kader aussieht. Alles ist da möglich und wenn es ganz schlecht läuft, dann müssen wir uns auch mit dem Klassenerhalt beschäftigen. Auch das würden wir dann annehmen und in Ruhe arbeiten.“ Man sieht also, dass Realismus nach wie vor beim SC 13 Bad Neuenahr vorherrscht.