August 31 2019

Wild, wilder, wilde 13 – 9 Tore Spektakel mit Happy End

Zum Auftakt der Juniorinnen Bundesliga West /Südwest hat der Aufsteiger SC 13 Bad Neuenahr den amtierenden Vizemeister 1. FC Köln mit 5:4 (2:3) besiegt und damit für die erste Überraschung der Saison gesorgt. Den 150 Zuschauern im Apollinarisstadion bot sich dabei nicht nur ein Torspektakel, sondern auch ein Wellenbad der Gefühle. Das bei einem solchen Resultat auch klar ist, wo die Stärken und Schwächen beider Teams gelegen haben ist logisch. Das soll aber nicht die Leistung beider Sturmduos schmälern. Christin Gebauer und Joelina Martini auf Kölner Seite, sowie Chiara Bücher und Natalie Poppe auf Seiten des SC 13 brachten zu jeder Zeit die gegnerischen Trainer schier zum Wahnsinn. Die Unterschiedsspielerin war dann letztlich Berna Topuzoglu, die nicht nur die Fäden bei der wilden 13 zog, sondern auch ein extrem wichtiges Tor erzielte.

Die Truppe von Trainerin Denise Blumenroth begann mit dem Elan, der das Team in der letzten Saison von Sieg zu Sieg eilen ließ. So war es dann auch Kapitänin Chiara Bücher, die bereits in der 5. Minute den ersten Treffer der Saison markierte. Wenn man so will lief alles nach Plan, wäre da nicht die 12. Minute gewesen, in der die wilde 13 in einen tiefen Schlaf verfiel. Joelina Martini und Christin Gebauer übertöpelten die Hintermannschaft des Kurstadtnachwuchses und plötzlich führten die Gäste mit 2:1. Es folgten einige Chancen des SC 13, ehe erneut Gebauer ihre Farben mit 3:1 in Front schoss (25.). Wer nun dachte das die Gäste das Spiel in den Griff bekommen würden, hatte die Rechnung ohne die wilde 13 gemacht. Bereits fünf Minuten später war es Natalie Poppe, die mit ihrem Tor den Halbzeitstand herstellte. Auch die hohen Temperaturen änderten im zweiten Durchgang nicht das Tempo beider Mannschaften. Vor allem nicht das von Christin Gebauer, die nach einem Spaziergang durch die Neuenahrer Hintermannschaft auf 4:2 erhöhte. Gerade einmal 60 Sekunden waren da in der zweiten Halbzeit gespielt. Kaum jemand setzte nun noch eine Pfifferling auf den Aufsteiger. Jedoch hatte keiner Berna Topuzoglu auf der Rechnung. Die Schaltzentrale im Mittelfeld der wilden 13 fasste sich in der 49. Minute ein Herz und ließ fast die komplette Elf des 1. FC Köln wie Slalomstangen aussehen. 3:4 und neue Hoffnung. Binnen der nächsten 10 Minuten stand es dann plötzlich 5:4 für den SC 13. Natalie Poppe und Chiara Bücher veredelten die Kampfeslust und Spielfreude der jungen Kurstädterinnen mit ihren Toren zum Endstand. Zwar waren noch gut 20 Minuten zu spielen, aber zum einen steigerte sich die Hintermannschaft der Gastgeberinnen und zum anderen kam auch ein wenig Glück dazu. Aber mit gemeinsamen Kräften, einem tollen Heimpublikum im Rücken und nicht ohne eigene Spitzen zu setzen, verdiente sich die wilde 13 letztlich die ersten drei Punkte der Saison redlich. Für Denise Blumenroth gab es naturgemäß noch ein paar Kritikpunkte: „Natürlich freue ich mich über den  Sieg, schließlich war vorher nicht davon auszugehen. Aber es waren zu viele Gegentore. Hier müssen wir schnellstens Abhilfe schaffen, denn immer geht das nicht gut.“ Beste Gelegenheit um eine Besserung erkennen zu lassen ist bereits am kommenden Samstag das nächste Heimspiel gegen den FC Iserlohn, der ebenfalls mit einem Sieg gestartet ist. Das 2:0 gegen den FC Speyer sollte Warnung genug sein.

SC 13: Michelle Düppengießer; Jenna Müller (61. Jule Rohleder), Hanna Kulpe, Berna Topuzoglu, Natalie Poppe, Chiara Bücher, Lara Sander (41. Laetitia Theis), Hannah Kray, Pia Segler (38. Emma Gumbel), Arina Abdou, Julia Hüsch (61. Judith Modigell)

Tore: 1:0 und 5:4 Chiara Bücher (5.+59.), 1:1 Joelina Martini (12,), 1:2,1:3 und 2:4 Christin Gebauer (13., 25.+ 41.), 2:3 und 4:4 Natalie Poppe (30. + 54.), 3:4 Berna Topuzoglu (49.)

SR: Naemi Breier mit ihren Assistentinnen Anne Noll und Julia Siemer

ZS: 150