September 08 2019

Die wilde 13 erzwingt einen 1:0 Sieg gegen den FC Iserlohn – Wille wird belohnt

Es gibt ja verschiedene Arten des Torjubels. Als Berna Topuzoglu in der letzten Minute der offiziellen Spielzeit gegen den FC Iserlohn allerdings die Qualität ihres rechten Zauberfüßchens  eindrucksvoll unter Beweis stellte, hätte man das wohl auch noch im benachbarten Heimersheim hören müssen. Von der linken Seite ließ die junge türkisch abstammende Spielgestalterin der wilde 13 einen ihrer unnachahmlichen Freistöße in den rechten Winkel fliegen und überwand die bis dahin sehr starke Miriam Kreft im Tor der Gäste zum Tor des Tages. Wenige Minuten später war dann der zweite Sieg im zweiten Spiel der Juniorinnen Bundesliga West/Südwest perfekt und der dritte Platz in der Tabelle ebenfalls, was im Augenblick aber auch nur eine schöne Momentaufnahme darstellt.

Was sich sonst noch so vor beiden Toren, mehrheitlich vor dem der Gäste aus dem Sauerland abspielte, war schon teilweise zum Haare raufen, aber auch Resultat zweier starker Torhüterinnen, denn auch Michelle Düppengießer, ihres Zeichens Tormädchen der wilden 13, erwies sich als Meisterin ihres Fachs. Denise Blumenroth, Trainerin der Überraschungself von der Ahr, war mit einer Veränderung in der Startformation in das Spiel gegangen. Emma Gumbel begann für Pia Segler und machte ihre Sache sehr ordentlich. Überhaupt trat der SC 13 Nachwuchs gerade in der Defensivbewegung wesentlich souveräner auf, als noch vor Wochenfrist. Iserlohn zeigte sich keineswegs harmlos, agierte aber auch wesentlich tiefer stehend als der 1. FC Köln. Dennoch ergaben sich immer  wieder Möglichkeiten zum Abschluss, welche die Heimmannschaft allerdings vor allem in der ersten Halbzeit nicht einmal ansatzweise nutzen konnte. Die Gäste setzten zwischendurch immer wieder Nadelstiche, die schon ahnen ließen warum die Truppe von Trainer Simon Naujoks den FC Speyer am ersten Spieltag bezwingen konnte.  Nachdem dann der zweite Durchgang auch bei Null begonnen hatte, waren es zunächst die Gäste, die Düppengießer zwei Mal zum Handeln zwangen. Die letzte halbe Stunde gehörte dann aber komplett dem SC 13 Bad Neuenahr. Aber weder die eingewechselte Alketa Rizani, die ein gutes Debüt gab, noch Chiara Bücher konnten ihren Chancen verwerten. Entweder stand Kreft dem Erfolg im Wege oder die Kugel rollte nur um Zentimeter am Gehäuse der Iserlohnerinnen vorbei. Doch die wilde 13 macht ihrem Namen weiterhin alle Ehre und wollte einfach nicht akzeptieren, dass eventuell nur ein Punkt an der Ahr bleibt. Dann folgte der Auftritt von Berna Topuzoglu mit dem bekannten Ergebnis.  Iserlohn riskierte noch einmal alles, konnte aber nicht mehr netzen. So waren sich dann auch beide Trainer über das Resultat einig: Simon Naujoks erwies sich als sehr fairer Sportsmann und meinte : „Alleine schon die Anzahl der Torchancen lässt keinen Zweifel aufkommen. Der Zeitpunkt war bitter für uns und es wäre mir auch lieber gewesen, das Tor wäre aus dem Spiel heraus gefallen. Da ist Bad Neuenahr unglaublich schwer zu verteidigen. Dennoch  haben meine Mädels hervorragend gekämpft, so dass ich zufrieden sein kann.“ Denise Blumenroth resümierte in ihrer bekannt direkten Art und Weise: „Heute hat es hinten geklappt, vorne haben wir Chancen für zwei Spiele versemmelt. Bedenkt man aber, dass Julia Hüsch schon frü raus musste und Chiara Bücher ebenfalls nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte war, dann bin ich sehr froh über drei späte Punkte. Die zählen ja bekanntlich auch.“

Nun hat ihr Team zwei Wochen Zeit wieder frische Kräfte zu tanken, ehe es dann erstmals auf Auswärtsfahrt geht. Die Reise führt dann nach Speyer, wo der Mitaufsteiger Arminia Ibbenbüren  an diesem Spieltag mit 5:0 abgefertigt wurde.

SC 13 U 17: Michelle Düppengießer; Jenna Müller (41. Alketa Rizani), Hanna Kulpe, Berna Topuzoglu, Natalie Poppe, Chiara Bücher, Lara Sander (59. Anga Bartzen), Hannah Kray, Arina Abdou, Julia Hüsch (35. Annika Henges), Emma Gumbel

Tor: 1:0 Berna Topuzoglu (79.)

SR: Julia Boike mit ihren Assistentinnen Johanna Ulrich und Sophie Niche

ZS: 120