September 22 2019

Tapfere SC 13 Elf am Ende hart bestraft – 1:6 beim Mitfavoriten

Das 1:6 (1:2) beim sehr spielstarken SV Göttelborn mutet auf den ersten Blick wie ein Spiel zweier Mannschaften an, die Welten von ihrer Leistungsfähigkeit entfernt sind. Geht es aber nur nach den ersten 45 Minuten, dann wäre durchaus mehr für die Kurstädterinnen drin gewesen. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch das erste Saisontor in der Liga von Lisa Weise brachte den Favoriten aus dem Saarland sogar längere Zeit aus dem Tritt. Wenn denn nicht nur 11 Feldspielerinnen, von denen Nathalie Brück in der Halbzeit durch die grippekranke Katharina Pics ersetzt werden musste, weil Brück sich eine Oberschenkelblessur zugezogen hatte, zur Verfügung gestanden hätten, wäre das Endresultat deutlich knapper ausgefallen. So aber steht ein Ergebnis zu Buche, welches nach den Torchancen vor allem im zweiten Durchgang in Ordnung geht.

Wer beim Spiel anwesend war, was ca. 100 Personen behaupten dürfen, der sah von Beginn an eine hochkonzentrierte und sehr disziplinierte Mannschaft von Trainer Jörg Rohleder. Das man aber über 90 Minuten keinerlei Fehler macht, ist noch keiner Fußball Elf gelungen. So auch bei einem langen Schlag nach vorne, den Karen Hager eiskalt verwandelte. Aber selbst davon zeigten sich Rohleders Schützlinge wenig beeindruckt. Wenig später war es nämlich Laura Barber die Lisa Weise bestens bediente. Diese ließ drei Gegenspielerinnen als aussehen und markierte mit einem trockenen Schuss ins lange Eck den zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten Ausgleich. Göttelborn tat sich weiterhin schwer mit dem giftigen Zweikampfverhalten und der guten Raumaufteilung der Gäste von der Ahr.

Erst eine zögerliche Handlung nach einer Standardsituation ermöglichte Lisa Mayer den erneuten Führungstreffer eine Minute vor der Pause. Psychologisch ungünstig, wie es im Sportsalphabet gerne genannt wird. Noch ungünstiger das 3:1 durch Lena Wind, drei Minuten nach Wiederanpfiff. Erneut war ein Eckball vorausgegangen. Aber erst das vierte Tor der Gastgeberinnen durch Hager nach 66 Minuten bedeutete die endgültige Entscheidung. Die weiteren Treffer durch Maxima Dejon und einen Foulelfmeter von Claudia Pilger waren dann logische Folge von nachlassenden Kräften. So war Jörg Rohleder dann auch nicht allzu enttäuscht: „Die Mädels haben alles in ihren Möglichkeiten getan. Göttelborn ist ein Spitzenteam der Liga, welches noch ganz andere Mannschaften schlagen wird. Bitter ist letztlich die Höhe des Resultates. Nach Chancen zwar in Ordnung, aber von der Moral meiner Mannschaft gesehen zu hoch. Jetzt müssen wir das ganz schnell vergessen und uns auf das wichtige Spiel gegen Saarbrücken II konzentrieren.“ Hier können seine Schützlinge einen wertvollen Schritt machen, um eventuellen Unkenrufern zu trotzen.

SC 13: Marie Wenzl; Amelie Schulte, Rebecca Schumann, Stefanie Lotzien, Sarah Goffin (89. Carlotta Stambke), Lena Heinrichs, Laura Barber, Lisa Weise, Nathalie Brück (46. Katharina Pohs), Franziska Simon, Svenja Hermann

Tore: 1:0 und 4:1 Karen Hager (19. + 41.). 1:1 Lisa Weise (23.), 2:1 Lisa Mayer (44.), 3:1 Lena Wind (48.), 5:1 Maxima Devon (82.), 6:1 Claudia Pilger (89.FE)