Oktober 24 2019

Erst kein Glück, dann auch noch Pech – SC 13 erwartet den TSV Schott Mainz

Vor dem Heimspiel gegen den TSV Schott Mainz bleibt für SC 13 Trainer Jörg Rohleder eine Serie erhalten. Er MUSS im zehnten Spiel zum zehnten Mal seine Startformation ändern, was irgendwie auch eine konstante Note hervorbringt, zumindest wenn man Freund des schwarzen Humors ist. Grund dafür sind die Verletzungen, die Amelie Schulte und Lena Heinrichs vom Gastspiel beim 1. FFC Niederkirchen mitgebracht haben. Somit darf man sich am Sonntag um 14 Uhr wieder auf einige Überraschungen in der Aufstellung freuen. Ebenfalls dürfte somit die Favoritenrolle klar verteilt sein, auch wenn Mainz zuletzt drei Niederlagen in Folge einstecken musste und damit auch alle Meisterschaftsambitionen begraben dürfte.

Zehn Punkte trennen beide Mannschaften voneinander und Jörg Rohleder kann in jeder Woche zunächst einmal mentale Arbeit verrichten, ohne dabei aber in allzu großes Wehklagen zu verfallen. „Wir sind nun in der erwarteten und befürchteten Situation. Doch eines ist sicher, auch am Sonntag werden wir das Feld nicht einfach so kampflos an Mainz übergeben. Das ist momentan der einzige Weg, um in die Spur zurück zu finden. Nur über die Einstellung und die Moral können wir etwas erreichen.“ Also wie in Niederkirchen, wo keiner etwas von seinem Team erwartet hatte. Das dürfte gegen den TSV Schott Mainz nicht anders sein. Deren Trainer Marcello Muzio hatte vor der Saison die Aufgabe gleich 16 neue Spielerinnen zu einem schlagkräftigen Team zu formen. Konstante bei den Landeshauptstädterinnen ist wohl Romina Borschein, die seit gefühlten Ewigkeiten das Trikot des TSV trägt und mit vier Toren auch momentan die erfolgreichste Scorerin ist. Achten sollte die SC 13 Defensive aber auch auf Carolin Kieper und die Isländerin Asrun Sigurdardottir, die wohl zu den gefährlichsten Kräften der Mainzerinnen gehören.

Was aber hat Rohleder personell in der Hinterhand? Schulte und Heinrichs gehörten in den letzten Wochen noch zu den besten und konstantesten Spielerinnen in seinem Kader. Dieser Kader hatte aber in Niederkirchen die richtige Reaktion auf das Montabaur Spiel gezeigt, wobei jeder SC 13 Anhänger vor Ort das Gefühl hatte, das „Klick“ regelrecht gehört zu haben. Egal wer am Sonntag auf dem Platz steht, der muss daran anknüpfen. Schließlich hatte man im letzten Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken II in der letzten Minute noch den Ausgleich erzielt. Genau daran sollte nun angeknüpft werden. Die Trainingsbeteiligung und Einstellung stimmt sehr zuversichtlich. Mainz ist aber noch ein „Kann“ und kein „muss“ Spiel, was die nötige Lockerheit sichern sollte.