November 03 2019

Teuer verkauft – Der letzte Punch fehlte – Wilde 13 unterliegt Gütersloh mit 1:3

Trotz einer ansprechenden Leistung haben die Bundesliga Juniorinnen ihr Auswärtsspiel beim Tabellenführer FSV Gütersloh 2009 mit 1:3 (0:1) verloren. Lena Strothmann war dabei die Spielerin des Tages, weil sie nicht nur alle drei Tore der Gastgeberinnen erzielte, sondern damit auch in der Torschützenliste zu Chiara Bücher aufschloss, die am gestrigen Tag leer ausging. Natalie Poppe war es vorbehalten den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer per Handelfmeter zu markieren. Trotz der zweiten Niederlage in Folge kann man beim SC 13 Bad Neuenahr mit den Darbietungen der Truppe von Trainerin Denise Blumenroth zufrieden sein. Gegen beide Spitzenteams zog man sich sehr achtbar aus der Affäre, was für die letzten vier Spiele des Jahres eine gute Grundlage sein dürfte.

Ohne Berna Topuzoglu, die privat verhindert war, dafür aber mit Alketa Rizani im Spielaufbau, trat zumindest eine Änderung zur Vorwoche in Kraft. Mit Anga Bartzen war die Besetzung des Mittelfeldes auf zwei Positionen erneuert, wobei beide Spielerinnen ihre Sache sehr ordentlich erledigten. So kam es in den ersten zwanzig Minuten des öfteren zu ungewollten, aber erzwungenen Ballverlusten der Gastgeberinnen im Spielaufbau. Genau hier aber fehlte dann der letzte Punch, was nur zu einer einzigen Torchance der wilden 13 führte, als Natalie Poppe mit einem Kopfball nach einer Ecke FSV Torhüterin Marie Fechner zu einer Glanzparade zwang. Glück hatte die wilde 13 dann nach elf Minuten, als der erste Versuch von Lena Strothmann nur denkbar knapp das Ziel verfehlte. In der 23. Minute fiel dann der Führungstreffer, der quasi aus dem Nichts entstand. Ein Bogenschuss an das Quergestänge fiel auf den Kopf der durchgestarteten Strothmann, die keine Mühe hatte Michelle Düppengießer aus drei Metern zu überwinden. Der FSV übernahm nun das Kommando, während die Gäste Elf lange brauchte, um sich von der Wirkung des Gegentores zu erholen. Das gelang kurioserweise erst nach dem zweiten Tor von Lena Strothmann, die fünf Minuten nach Wiederbeginn steil in den SC 13 Strafraum geschickt wurde und trocken ins lange Eck verwandelte. Die Spielgestaltung verlagerte sich nun mehr in Richtung der Hälfte der Gastgeberinnen. Chiara Bücher und Julia Hüsch schossen auch zwei Warnschüsse ab. Im Gegenzug versuchte allerdings die Mannschaft von Trainer Christian Franz Pohlmann immer wieder Nadelstiche zu setzen. Somit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der letztlich in einem Handelfmeter für den SC 13 endete. Eine Gütersloher Verteidigerin war im eigenen Strafraum ausgerutscht und veränderte die Kurve des Runden auf unnatürliche Weise. Der Pfiff der souveränen Unparteiischen ertönte und Natalie Poppe nahm die Einladung dankend an (73.). Blumenroth öffnete nun das Spielsystem komplett, was die Spannung auch bis zum Schluss hochhielt. In der Nachspielzeit war es dann erneut Strothmann die einen Konter des FSV sicher abschloss. Der Sieg des Tabellenführers ging absolut in Ordnung, wobei die wilde 13 durchaus auch einen Punkt hätte mitnehmen können. Dazu fehlte aber das Fußballglück und der letzte Punch, wie auch Blumenroth analysierte. „Bis zum 0:2 hatten wir zwar einige gute Ansätze, aber kamen nicht richtig in die Zweikämpfe. Trotzdem hat meine Mannschaft wie immer nie aufgegeben. In der Schlussphase fehlte dann auch das nötige Glück zu einem Punktgewinn, was aber keineswegs verschleiern soll, dass mit Gütersloh der verdiente Sieger am Ende jubeln konnte.“

Am kommenden Samstag kommt es jetzt zum Nachholspiel bei Bayer 04 Leverkusen. Tabellarisch empfängt der Vierte den jetzigen fünften, was auf ein Duell auf Augenhöhe schließen lässt.

SC 13: Michelle Düppengießer; Hanna Kulpe, Natalie Poppe, Chiara Bücher, Anga Bartzen, Laura Weißenfels (67. Annika Henges), Hannah Kray, Pia Segler (75. Lara Sander), Julia Hüsch, Alketa Rizani, Emma Gumbel

Tore: 1:0, 2:0 und 3:1 Lena Strothmann (23., 45. und 80.+2.), 2:1 Natalie Poppe (73. HE)

SR: Katharina Linke mit ihrem Team Marc Schramm und Lisa Glowatzki

ZS: 60