Dezember 28 2019

Frühstart für Lotzien, Schulte, Goffin und Co. – Winterpausenbericht zur 1. Mannschaft

Nach dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“, starten die Regionalliga-Kickerinnen des SC 13 Bad Neuenahr mittels individuellen Trainingsplans schon sehr früh in die Vorbereitung. Sieben Laufeinheiten gilt es für die Mädels von Anne-Kathrine Kremer und Sebastian Decker ab dem 02. Januar zu absolvieren, bevor das Trainer-Duo die Mannschaft am 14. Januar zum offiziellen Trainingsbeginn erwartet. Und für den anvisierten Klassenerhalt wird beim derzeitigen Tabellenvorletzten nichts dem Zufall überlassen. Neben zahlreichen Laufeinheiten und Athletiktraining ist auch Mentalcoaching auf dem Trainingsplan aufgeführt.

Für das Kurstadtteam stand die erste Halbserie unter keinem besonders guten Stern. So hatten sich die Mädels von der Ahr mit einer zwischenzeitlichen Negativserie von sieben Spielen ohne Sieg im Tabellenkeller festgesetzt. Erst innerhalb der letzten vier Spiele, als es gelang mit zwei Siegen gegen die Abstiegskonkurrenz aus Wörrstadt und Fidei die rote Laterne abzugeben, verschaffte man sich eine gute Ausgangslage, mit der man optimistisch in die Restrunde starten kann. Die sportlichen Probleme seit Sommer, die sogar dazu führten, dass  es nach dem zehnten Spieltag zur Trennung von Trainer Jörg Rohleder kam, haben ihre nachvollziehbaren Gründe. Leistungsträgerinnen wie Marie Schäfer und Magdalena Lang kehrten dem Verein Richtung des Zweitligisten Andernach den Rücken und der Kopf des Teams, Abwehrchefin Johanna Kuhn, vollzog einen Wohnortwechsel nach Bayern. Hinzu kam eine leidliche Never Ending-Verletzungsstory. So kam z.B. die torgefährliche Celina Mäder bisher nur auf zwei Einsätze. Die Frage, ob in der ersten Halbserie alles schlecht war, muss man klar und deutlich mit einem NEIN beantworten. Die Neuzugänge  bewiesen, dass sie spielerisch wie menschlich eine Bereicherung für das Team sind. Auch Akteurinnen aus dem Kader der vom Spielbetrieb zurückgezogenen zweiten Mannschaft haben sich schnell an die gestiegenen Anforderungen angepasst und einen Qualitätssprung vollzogen. Das Zusammenwirken zwischen dem Bundesligateam der U 17-Juniorinnen klappte zuletzt hervorragend. Die eingesetzten Nachwuchsspielerinnen trugen mit ihrer Qualität zum Aufwärtsschwung am Jahresende bei. Und ganz wichtig: Die Mädels sind nicht nur auf dem Papier ein Mannschaft. Der Schlachtruf „Wir sind ein Team“, welchen zahlreiche Teams zu Spielbeginn aus dem Spielerkreis herausschreien, wird von der Kremer-Elf gelebt.

Was spricht für eine erfolgreiche Restrunde und den daraus resultierenden Klassenerhalt? Wichtige Spielerinnen, auf die zuvor wegen Verletzungen nicht zurückgegriffen werden konnte, stehen in der in der Rückrunde wieder zur Verfügung. Liane Folkenstern, Celina Mäder, Angelina Weber, Lena Henrichs und Paula Gau sind in Bestform allesamt in der Lage das Team zu verstärken und den Unterschied auszumachen. Auch auf dem Transfermarkt blieb man nicht untätig und konnte drei Akteurinnen hinzugewinnen, welche in der Lage sind, die Qualität des Kaders samt den taktischen Möglichkeiten zu erhöhen. (Anm. d. Red.: Die Neuzugänge werden in den nächsten Tagen separat vorgestellt). Das Teamgefüge ist vollkommen intakt und die optimistische Einstellung sowie die Stimmung im Kader lassen nicht auf einen Tabellenvorletzten schließen. Aber die Wahrheit liegt natürlich auf dem Platz und schon in den ersten drei Spielen bekommt man es auf dem heimischen Rasengeläuf des Apollinarisstadions mit den Tabellennachbarn des FC Bitburg und dem SC Siegelbach zu tun – eine Möglichkeit, schon sehr früh die Weichen in Richtung Ligaerhalt zu stellen.