Februar 20 2020

Trainer-Interview zum Rückrundenstart der „Wilden 13“

Vor der Spielzeit hatte U 17-Trainerin Denise Blumenroth (33), die seit ihrem Amtsantritt in der letzten Saison 26 Siege und zwei Unentschieden aus 31 Spielen in der Bundes- und Regionalliga aufweisen kann, den Klassenerhalt als oberstes Ziel in der Bundesliga West/Südwest ausgegeben. Bislang liegt das Team als aktueller Tabellenvierter mehr als auf Kurs. Im Gespräch mit Blumenroth lässt die Trainerin auf die kommenden Spiele vorausblicken, äußert sich zur Vorbereitung und auch zur ihrer eigenen Zukunft.

Die dreimonatige Vorbereitungszeit geht am Samstag mit dem Spiel in Essen zu Ende. Wie lief die Vorbereitung aus deiner Sicht?

Die Vorbereitung gestaltete sich alles in allem ganz in Ordnung. Zwar hätte die Trainingsbeteiligung besser ausfallen können, aber die Mädels, die immer da waren, haben gut mitgezogen. Wir haben in den letzten Wochen ein neues System vermittelt um uns im Spiel variabler aufzustellen. Aber da will ich nicht zu viel verraten.

Blicken wir kurz zurück auf die Hinrunde. Was waren für dich die Highlights?

Die Hinrunde hatte einige Highlights. Müsste ich einen Moment herausnehmen, wäre es wohl der kurze Moment, in dem wir nach dem Spiel gegen Saarbrücken Tabellenführer waren. Wir alle wussten, dass es nur eine Momentaufnahme war. Aber diesen einen Moment konnte und kann uns niemand nehmen.

Ihr seid aktuell auf Platz vier in der Liga. Welche Ziele habt ihr euch für die Rest-Rückrunde gesetzt?

Mehr Punkte holen als jemals zuvor. Das müssten 27 Punkte werden, also fehlen lediglich sieben Zähler. Ob wir dann am Saisonende die Plätze drei,  vier oder fünf belegen –  werden wir dann sehen. Ich backe da lieber kleine Brötchen.

Hast du die meisten Spielerinnen für die Startelf am Samstag schon im Kopf?

Die Startelf für Essen stellt sich so gut wie selbst auf. Wir haben noch etliche Verletzte und Urlauber und es ist zudem natürlich noch Karneval. Es gibt also die eine oder andere Überraschung aus der Not heraus. Aber diese Spielerinnen haben richtig Bock zu spielen.

Was ist für die Mannschaft in den verbleibenden sieben Spielen noch drin?

Erfahrungen sammeln. Der ältere Jahrgang wird und muss lernen, sich richtig einzuordnen und der jüngere Jahrgang muss sich für die kommende Saison empfehlen. Da wir die Kader verkleinern werden, ist noch keine Position fix.

Wie verliefen die Testspiele?

Wir haben bei dem einen oder anderen Testspiel Lehrgeld bezahlt. Gegen spielstarke Jungs waren wir meistens im Nachteil. Gegen spielstarke Frauen oder U17 Mädchen waren wir stärker. Ich denke, wir konnten aus allen Spielen das Beste mitnehmen.

Wer waren die Gewinner der Vorbereitung?

Unsere 04er Innenverteidiger auf jeden Fall. Emily Otto und Hannah Happ haben sich am besten entwickelt. Außerdem hat sich Anga Bartzen sehr gut präsentiert. Also eher die 04er, der jüngere Jahrgang.

Wird es personell Veränderungen in der Rest-Rückrunde geben?

Wir haben keine neuen Spielerinnen hinzubekommen. Dafür war der Kader schon zu groß. Allerdings hat uns Torhüterin Mira Urban in Richtung Andernach verlassen. An dieser Stelle nochmal alles Gute.

Wohin soll dein Trainer-Weg generell und speziell beim SC 13 gehen?

Darüber mache ich mir noch keine Gedanken. Ich konzentriere mich auf die Rückrunde und meine noch anstehende Lizenz. Anka (Anne-Kathrine Kremer, Abteilungsleiterin Sport und Trainerin Erste  Mannschaft, Anm. d. Red.) und ich werden zur gegebener Zeit das Gespräch suchen.

 

Vielen Dank für das Interview.