September 03 2014

Die U 17 vor dem Start der Juniorinnen Bundesliga – Das Trainerteam im Interview

Am Sonntag (11.00 Uhr) startet für den SC 13 Bad Neuenahr die dritte Saison in der Juniorinnen Bundesliga, mit einem Auswärtsspiel beim VfL Bochum. Nachdem der Klassenerhalt in der vergangenen Spielzeit erst am vorletzten Spieltag klargemacht worden ist, lag der Fokus der Verantwortlichen vor allem in der Erweiterung des Trainerstabes. Mit Deniz Bakir und Ralf Käther wurde vor allem jede Menge Erfahrung und Fachkenntnis an die Ahr gelotst. Bevor nun an der Hiltroper Str. in Bochum der Startschuss fällt, stellten sich Deniz Bakir und Jugendkoordinator Sijamak Sauer den Fragen von SC 13 Pressesprecher Peter Eckhardt.

Peter Eckhardt: Die Vorbereitung ist abgeschlossen. Mit welchen Erwartungen geht ihr in die neue Saison?

Deniz Bakir: Ich möchte hier keine Erwartungen durch die Vorgabe eines Tabellenplatzes ausdrücken, allerdings ist der Klassenerhalt unser Ziel. Also sollte es der achte Tabellenplatz mindestens werden. Wichtig ist das wir als Team auftreten, egal welche Hürden wir in einer langen Saison auch nehmen müssen. Von jeder Einzelnen erwarte ich natürlich, dass die taktischen Vorgaben möglichst 1:1 umgesetzt werden, dies ist Voraussetzung für den Mannschaftserfolg.

Sijamak Sauer: Die Vorbereitung war natürlich sehr schwierig, wir befinden uns ja immer noch in den Ferien. Stand jetzt haben wir noch nicht einmal mit der gesamten Mannschaft trainieren können. Die Spielerinnen die da waren, haben aber gut mitgezogen, natürlich muss die ein oder andere sich noch an die erhöhten Anforderungen in der Bundesliga gewöhnen, das gehört dazu.

Peter Eckhardt: Deniz, du bist als Rückkehrer gekommen. Was hat sich aus Deiner Sicht vor allem in der Jugendarbeit in der Kurstadt, seit deinem letzten Engagement verändert?

Deniz Bakir: Ich bin jetzt natürlich erst seit sechs Wochen wieder hier, und will mir vor allem über die U13 und die U15 kein Urteil bilden. Was auffällt ist die unglaubliche Harmonie innerhalb der Abteilung und das sich jeder dem Vereinswohl unterordnet, dies war früher sicherlich auch mal anders. Insgesamt bin ich doch sehr überrascht wie professionell hier alles abläuft und welch gute Voraussetzungen junge Talente hier mittlerweile vorfinden .

Peter Eckhardt: Mit Ralf Käther habt ihr Euch an der Seitenlinie noch einmal verstärkt. In welchem Verhältnis dazu stehen die Verstärkungen in der Mannschaft?

Sijamak Sauer: Ralf ist zumindest der älteste Neuzugang dieser Saison. (lacht) Nein im Ernst, über einen Fachmann wie Ralf Käther sind wir sehr glücklich. Die Qualität ist enorm und es passt einfach, das sind alles ganz wichtige kleine Schritte. Was unsere neuen Spielerinnen angeht, so sind wir zufrieden. Da sowohl die externen Neuzugänge als auch die aus der U15 noch keine B – Juniorinnen – Bundesliga gespielt haben, bedarf es natürlich auch immer etwas Zeit sich an eine neue Liga und ein verändertes Training anzupassen. Aber da sind wir auf einem guten Weg.

Peter Eckhardt: Welche Teams werden die härtesten Kontrahenten für Eure Ziele werden?

Deniz Bakir: Letzte Woche beim Rheinwohnungsbau – Cup in Duisburg konnten wir uns ja ein Bild von unseren Kontrahenten machen. Für uns geht es ausschließlich um den Klassenerhalt, da sind natürlich mit dem MSV Duisburg und dem TuS Issel die beiden Aufsteiger als Kontrahenten zu sehen. Der 1. FC Köln, FSV Gütersloh, SGS Essen und der 1.FC Saarbrücken sollten die oberen vier Plätze unter sich ausmachen. Aber grundsätzlich ist alles möglich, wir haben ja am Wochenende gezeigt dass wir mit jedem Gegner mithalten können und auch letzte Saison hat die Mannschaft beim Tabellenersten wohl einen verdienten Punkt eingefahren.

Peter Eckhardt: Der SC 13 definiert sich ja als Ausbildungsverein. Gibt es vielleicht schon Weltmeisterinnen 2023 in der Kurstadt?

Deniz Bakir: Diese Prognose möchte ich natürlich nicht wagen. Allerdings haben wir einige vielversprechende Talente im Verein und wichtig ist es zu wissen, dass Talent alleine nicht ausreicht. Meistens kommen die Spielerinnen die mit der richtigen Einstellung an die Sache ran gehen weiter, als die die schon zu früh in den Himmel gelobt werden. Demut ist in dem Zusammenhang sicherlich nicht die schlechteste Eigenschaft einer jungen Nachwuchsspielerin. Freuen würde es mich natürlich, wenn nicht nur ehemalige Weltmeisterinnen sondern auch zukünftige hier das Spielen gelernt haben.

Peter Eckhardt: Wenn es nicht so läuft wie ihr es Euch vorstellt, wird im Winter noch nachgelegt werden können?

Sijamak Sauer: Der Kader ist stark genug um die Liga zu halten, davon sind wir überzeugt. Sollte es sportlich doch nicht so laufen, dann werden wir das auch mit den vorhandenen Spielerinnen schaffen. Neuzugänge an sich Schaden natürlich nie, der Klassenerhalt in der letzten Saison hatte viel mit den fünf Neuzugängen im Winter zu tun, die ja auch jetzt noch alle im U17 – Kader sind. Wenn Neuzugänge möglich sind, die sportlich und menschlich zu uns passen werden wir diese holen. Leicht ist dies aber nicht, denn gute Spielerinnen sind ja leider sehr selten.

Peter Eckhardt: Sijamak, du betonst immer wieder die erhöhte Qualität unserer Jugendtrainer. Gibt es schon Kandidaten in deinen Gedanken, die noch zum SC 13 stoßen könnten?

Sijamak Sauer: Ich hatte mir vor einem halben Jahr zum Ziel gesetzt und dies auch öffentlich kommuniziert, dass wir in jeder Jugendmannschaft uns quantitativ und qualitativ besser aufstellen werden. Einige hielten dies damals wahrscheinlich für Geschwätz. Nun haben wir in der U13 und in der U15 Trainerteams die wirklich menschlich und sportlich super zu uns passen. In der U17 sind wir mir Deniz Bakir, Ralf Käther, Frank Erbeling als Betreuer und mir mittlerweile zu viert. Nicht zu vergessen dass wir mit Burkhardt Lau auch noch einen starken Torwarttrainer in unseren Reihen haben. Damit haben wir innerhalb der letzten sechs Monate viel erreicht. Aber ja es soll noch weiter gehen, nachdem wir nun innerhalb der Mannschaften gut aufgestellt sind will ich die individuelle Förderung nun noch stärker in den Fokus rücken. Kurzum geht es mir darum, zur nächsten Saison Förder- und Individualeinheiten anzubieten. Dies ist natürlich nicht leicht, denn Personal kostet immer Geld und man muss geeignete Trainer erst einmal finden, aber das Ziel habe ich im Blick dabei.