November 22 2014

Die einkalkulierte Niederlage – U 17 unterliegt FSV Gütersloh mit 1:5

Zum Abschluss der Hinrunde in der Juniorinnen Bundesliga West/Südwest gab es für die U 17 des SC 13 Bad Neuenahr nichts zu bestellen. Mit 1:5 (0:3) unterlagen die Kurstädterinnen einem der drei besten Teams aus Deutschland in dieser Altersklasse, dem FSV Gütersloh 2009. Dennoch hat man schon häufiger längere Gesichter nach einem solchen Spiel gesehen, als am heutigen Tag. Zum einen fiel die Niederlage zwei Tore zu hoch aus, zum anderen konnte der Bundesliganachwuchs wieder neue Anhänger unter den anwesenden 51 zahlenden Zuschauern im Apollinarisstadion gewinnen. Grund dafür war ein beherzter Auftritt, bei dem es zu keiner Zeit hängende Köpfe auf Seiten der Gastgeberinnen zu sehen gab.

Nach höflichem Austausch gegenseitigen Respekts drehte sich das Spiel bereits nach drei Minuten in die erwartete Richtung. Sophia Kleinherne spielte mit der SC 13 Hintermannschaft Katz und Maus und konnte nur durch ein Foulspiel im Strafraum gebremst werden. Jil Eis nutzte die sich bietende Elfmeterchance eiskalt und brachte ihre Mannschaft in Front. Trotzdem versuchte die Truooe von Deniz Bakir und Sijamak Sauer weiter mitzuspielen und bot dem Favoriten Paroli. Auch das Eigentor, das Luisa Erbar nach 14 Minuten in Folge einer Freistoßhereingabe von Valentina Vogt unterlief, konnte die junge Kurstadtelf nur bedingt schocken. Selbst der Treffer zum 0:3 durch Annalena Rieke mit dem Halbzeitpfiff löste keine Verzweiflung aus. Vorausgegangen war eine Serie von Eckbällen, die immer wieder für Gefahr sorgten. Das Fazit der ersten Halbzeit war auch schnell gefunden. Ein überlegener FSV Gütersloh, der alle Tore durch Standardsituationen erzielen konnte. Als nach dem Seitenwechsel zwei Gütersloher Chancen verpufften, kam die Minute von Elisabeth Müller. Mit einem wunderschönen Steilpass von Luisa Grosch auf die Reise geschickt, bezwang die Offensivkraft sowohl Alisa Ostwald im FSV Tor, als auch eine herbeieilende Verteidigerin. Energieleistung nannt man das wohl im Fachjargon. Die Partie gestaltete sich nun vollkommen offen, wobei vor allem Ostwald, die immer weit vor ihrem Gehäuse agierte, von der Tribüne als Schwachpunkt ausgemacht wurde. Einziges Manko: Der SC 13 verfügt nicht über einen Moritz Stoppelkamp und von der Gastmannschaft weigerte sich jede Spielerin standhaft einen Christoph Kramer zu imitieren. Als sich alles bereits mit einem hochverdienten 3:1 Erfolg des FSV Gütersloh abgefunden hatte, schlug der Meisterschaftsanwärter noch zwei Mal zu. In der Schlussminute schraubten Nina Neumann und Sophia Kleinherne das Resultat in zu hohe Dimensionen. Trotzdem hatte Deniz Bakir anschließend lobende Worte für sein Team: „Zwei Tore hätte ich nicht gebrauchen können, soll heißen die waren mehr als vermeidbar. Die Mannschaft hat aber nie aufgesteckt und alles versucht. Gütersloh hat eine tolle Qualität, da war dann eben nicht mehr drin. Für uns sind die kommenden beiden Partien viel wichtiger. Da müssen Punkte her.“ Bakir spielte auf die restlichen verbleibenden Spiele an, die am kommenden Samstag zu Hause gegen den VfL Bochum und eine Woche später in Mönchengladbach steigen. Hier kann der SC 13 eine weitere Saison in der Juniorinnen Bundesliga absicheren und sich eventuell wieder vom sechsten Tabellenplatz steigern, den das Team nun einnimmt.

SC 13 Bad Neuenahr U 17: Jana Theisen; Elisabeth Müller (79. Gina Stumm), Julia Höhn (51. Magdalena Lang), Esther Eich, Cailin Hoffmann, Luisa Erbar (41. Nathalie Brück), Hannah Lorbach, Johanna Niggemann (66. Tamara Schmidtmeier), Luisa Grosch, Jana Haubrich, Marie Schäfer

Tore: 0:1 Jil Eis (3. FE), 0:2 Luisa Erbar (14. ET), 0:3 Annalena Rieke (40.), 1:3 Elisabeth Müller (53.), 1:4 Nina Neumann (80.), 1:5 Sophia Kleinherne (80.+1.)

SR: Laura Duske mit ihren Assistentinnen Franziska Hoffmann und Michelle Sulewski

ZS: 51