März 21 2015

Tolles Motto – Dramatisches Spiel – Ein Remis

Das unter dem Motto „Fußballerinnen gegen Ausgrenzung“ stehende Nachholspiel der Juniorinnen Bundesliga West/Südwest, SC 13 Bad Neuenahr gegen SGS Essen endete mit einem 2:2 (0:1) Unentschieden. Zwar gingen die Gäste zwei Mal in Führung, doch eine niemals aufgebende Kurstadtelf verdiente sich den Punktgewinn redlich, da Johanna Niggemann und Luisa Erbar die gelegentlichen Unsicherheiten in der Essener Hintermannschaft ausnutzten. 109 Zuschauer im Apollinarisstadion sorgten neben einer guten Kulisse auch für eine Spendeneinnahme von ca. 350 Euro für die Initiative „Pro Asyl“. Gesehen hatten sie dabei auch ein gutklassiges und stets hochspannendes Juniorinnen Bundesligaspiel. Durch das Remis verbleibt der SC 13 in der nun begradigten Tabelle auf dem vierten Rang.

Ein gemischter Einmarsch der Mannschaften auf das Feld, welcher von Gästetrainer Petja Kaslack angeregt wurde, unterstrich noch einmal die Gemeinsamkeit der Aktion, die von den Clubs redlich unterstützt wurde. Insofern hätte die Partie schon mehr als die erschienenen 109 Zuschauer verdient gehabt. Doch mit Anpfiff gestaltete sich eine muntere Begegnung, die stets im fairen Rahmen ablief. Nach einer scharf hereingegebenen Ecke verpassten gleich drei SC 13 Talente die Kugel. Vier Minuten waren erst gespielt. Doch die beste Spielerin auf dem Platz, die SGS Stürmerin Etonam Anyomi machte es wenig später besser. Gleich zwei Gegenspielerinnen ließ Anyomi abprallen wie Regentropfen und überwand Jana Theisen im SC 13 Gehäuse mit einem Schuss in die rechte Torecke. Theisen verhinderte danach durch zwei sehr starke Aktionen die Vorentscheidung, als sie sehr wachsam gute Chancen der SGS vereitelte. Bei einem erneuten SGS Konter über Anyomi hatte aber auch Theisen das Glück des Tüchtigen, denn die Gästeangreiferin zielte zu genau und verfehlte das Tor der Gastgeberinnen nur um Zentimeter. Auf der Gegenseite hatte kurz vor der Halbzeit Jana Haubrich mit einem Drehschuss das gleiche Pech. Mit einer verdienten SGS Führung ging es in die Kabinen. Im zweiten Durchgang erlangte der SC 13 immer mehr Oberwasser und kam durch einen Eckball zum Ausgleich. Johanna Niggemann nutzte diese Standardsituation mit einem relativ ungehinderten Kopfball zum 1:1 Ausgleichstreffer. Doch bereits fünf Minuten später kam es wieder zu einem Rückstand. Vorausgegangen war ein strittiger Foulelfmeter, der von Jana Theisen angeblich an der durchgestarteten Anyomi verwirkt haben sollte. Franziska Wenzel war es egal, so dass sie ihre Farben wieder in Front brachte. Doch die Kurstadtmädels steckten nicht auf und warfen alles nach vorne. Kapitänin und Abwehrchefin Luisa Erbar war es dann sechs Minuten vor dem Ende vorbehalten, mit einer energischen Leistung den Endstand herzustellen. Doch zwei hochkarätige Chancen für die Gäste dürfen nicht verschwiegen werden. Sogar das Aluminium musste kurz vor dem Abpfiff noch einmal für den SC 13 retten. Die Minen nach dem Spiel auf beiden Seiten sprachen dann auch Bände. Während die Gäste doch recht frustriert wirkten, merkte man dem SC 13 Tross doch die Erleichterung an. So meinte dann auch Sijamak Sauer: „Letztendlich wurden wir für unseren Aufwand belohnt. Doch die Art und Weise, vor allem des ersten Gegentores passt uns nicht. Kompliment  aber trotzdem an unsere Mannschaft, die gezeigt hat wie schwer es ist an der Ahr Punkte zu holen.“

Das nächste Spiel findet erst nach den Osterferien am 18. April statt. Dann gastiert der 1. FC Saarbrücken in Bad Neuenahr- Ahrweiler.

SC 13: Jana Theisen; Elisabeth Müller (46. Magdalena Lang), Esther Eich (47. Leonie Riedewald),  Cailin Hoffmann, Luisa Erbar, Hannah Lorbach, Johanna Niggemann, Luisa Grosch, Jana Haubrich, Marie Schäfer (77. Gina Stumm), Lea Berger (70. Jana Rütten)

Tore: 0:1 Etonam Anyomi (8.), 1:1 Johanna Niggemann (55.), 1:2 Franziska Wenzel (60. FE), 2:2 Luisa Erbar (74.)

SR: Laura Duske mit ihren Assistentinnen Ulrike Servos und Hannah Riederer

ZS: 109