April 09 2015

Der SC 13 Bad Neuenahr vor dem Heimderby

Zum dritten Mal in dieser Saison kreuzen sich die Wege des SC 13 Bad Neuenahr und der SG 99 Andernach. Zum ersten Mal findet dieses besondere Derby allerdings im Apollinarisstadion statt. Am Sonntag um 14 Uhr kommt es zu dieser reizvollen Partie. Dabei wird sich zeigen, ob die Kurstädterinnen ihren Nimbus behalten können, gegen die SG 99 noch nicht verloren zu haben.

Es war für die junge Truppe von der Ahr sicherlich Balsam auf der Seele, als man vor Wochenfrist das Finale des Rheinlandpokals erreichen konnte. Mit dem letzten Aufgebot sicherte sich die Mannschaft von Thomas Remark und Markus Rothe den Einzug in dieses Endspiel. Wie eigentlich schon in der kompletten Rückrunde, denn von Verletzungen ist der SC 13 wahrlich genug gebeutelt. Jetzt kommt es also zum Gastspiel des Lokalkonkurrenten. Auch in Andernach läuft es seit ein paar Wochen alles andere als glatt. Überraschende Punktverluste gegen Saarwellingen und Göccklingen hatte Karl Peter „Kappy“ Stümper nun wirklich nicht auf der Rechnung. Auf der Homepage des Vereins war sogar vom absoluten Tiefpunkt zu lesen. Doch nun gilt das alles nicht mehr, denn keiner kann behaupten, dass dieses Derby ein normales Spiel sein wird. Die Zuschauer werden 95 Prozent aller auflaufenden Spielerinnen nur zu gut kennen, denn etliche ehemalige Kurstadtkickerinnen zog es in den letzten zwei Jahren in die Bäckerstadt. Es wird also ein Wiedersehen alter Bekannter. Dabei geht es im Grunde nur um die goldene Ananas, denn sowohl Meisterschaft als auch Abstieg sind weit weg von den Teams. Es handelt sich demnach also um ein Prestigeduell, denn auch die SG 99 würde gerne einmal gegen den SC 13 gewinnen. Das wichtigste Spiel entschied im Dezember des letzten Jahres der SC 13 für sich. Das 2:0 im Achtelfinale des Rheinlandpokals auf dem Andernacher Kunstrasen war kein Spiel für schwache Nerven und wurde erst in der Nachspielzeit entschieden. Spannend dürfte es auch am Sonntag werden, denn eines hat sich die Heimelf auf die Fahnen geschrieben. Den Auftritt in Bitburg vergessen zu machen, unabhängig vom Gegner. Dass es dann auch noch die SG 99 ist, dürfte für zusätzliche Motivation sorgen. In beiden vorherigen Spielen konnte sich die Kurstadtelf erheblich steigern, legt man die vorhergegangenen Spiele zu Grunde. „Natürlich wollen wir am Sonntag unser Bestes geben“, meint Thomas Remark, „wir haben keinen Grund unser Licht unter den Scheffel zu stellen, Andernach aber auch nicht.“ So dürfte es ein unterhaltsamer Nachmittag werden.