Oktober 17 2015

Bittere Niederlage für die wilde 13

Das 1:2 (1:0) der wilden 13 gegen den VfL Bochum wird vielen noch lange als unnötige und bittere Niederlage in Erinnerung bleiben. Vor 53 Zuschauern im Apollinarisstadion brachte Yasmin Rölle die Kurstädterinnen nach 32 Minuten in Führung. Nach einigen klaren Chancen zu erhöhen, musste die Heimelf dann aber noch zwei Gegentreffer hinnehmen, die leicht zu verhindern gewesen wären. Alessandra Vogel (65.) und Michelle Klostermann (73.) nutzten binnen acht Minuten zwei Fehler des SC 13 Nachwuchses gnadenlos aus und stellten somit sicher, dass der VfL weiterhin ohne Verlustpunkt bleibt, während die wilde 13 weiterhin auf Rang Fünf der Tabelle logiert.

Ohne Kapitänin Jana Haubrich lief die Mannschaft von Aleks Vukicevic und Nina Dielmann auf und musste sich zunächst auf einen defensiv arbeitsreichen Nachmittag einstellen. Bochum hatte zu Beginn wesentlich mehr Spielanteile, die aber in Regel am Strafraum der Gastgeberinnen endeten. Mit zunehmender Spieldauer erspielte sich die wilde 13 mehr und mehr Torchancen. Nachdem Luisa Grosch gleich zwei Mal zu ungenau zielte, war es Yasmin Rölle, die nach einem in die Mitte abgewehrten Eckball, einfach mal aus 22 Metern abzog. Kim Stawowy im Bochumer Tor war die Sicht völlig versperrt, so dass das Spielgerät flach im rechten Toreck einschlug. Reisenjubel auf den Rängen und ein Bochumer Mannschaft, die nun vollends den Faden verlor. VfL Coach Andreas Billetter wechselte dann auch zum zweiten Durchgang gleich drei Mal, was die Kragenweite seines Hemdes nur annähernd beschreibt. Doch keine 60 Sekunden waren wieder gespielt, als Luisa Grosch die Entscheidung hätte herbeiführen müssen. Sie stiebitzte Stawowy die Kugel und hätte einfach nur das kurze Eck anvisieren müssen. Doch anstatt dessen entschied sich Grosch für einen Heber, der problemlos von einer Bochumer Verteidigerin geklärt wurde. Es folgten noch mehrere weitere Einschussmöglichkeiten, die aber alle nicht den Weg ins Ziel fanden. Bochum steckte nicht auf und erhöhte wieder den Druck. Als Keeperin Lisa Venrath sich dann dazu entschied ein Dribbling am eigenen Strafraum zu riskieren, anstatt die Kugel auf die Tribüne zu dreschen, war es geschehen. Die eingewechselte Alessandra Vogel bedankte sich mit dem Ausgleichstor artig. Doch kein Vorwurf an Venrath, die zuvor mit stoischer Ruhe und erstaunlicher Sicherheit ihrer Mannschaft ein großer Rückhalt war. Als dann, acht Minuten später, ein harmloser Schuss von Michelle Klostermann im Netz zappelte, war alles auf den Kopf gestellt. Billetter drückte es nach dem Spiel so aus: „Fußball ist oft nicht logisch, sonst hätte Bad Neuenahr gewinnen müssen.“ Worte für die sich die Heimelf leider nichts kaufen konnte. Aleks Vukicevic suchte noch lange nach dem Spiel nach Worten, fand aber zumindest einen Grund für die Niederlage: „Bochum war konditionell besser, das hat mit Sicherheit für Unruhe in unserem Team gesorgt“, so der Trainer der wilden 13. Bereits am kommenden Samstag wollen sich die Kurstädterinnen dann aber wieder in der Erfolgsspur sehen. Dann kommt es zum Gastspiel beim punktlosen Aufsteiger 1. FFC Montabaur. Aber ein Narr wäre derjenige, der diese Aufgabe auf die leichte Schulter nimmt. Auch wenn die Westerwälderinnen zeitgleich mit 0:9 beim FSV Gütersloh untergingen, werden sie gegen den SC 13 hoch motiviert ins Spiel gehen.

SC 13 Bad Neuenahr U 17: Lisa Venrath; Elena Deuster, Anna Lena Stein (67. Laura Wermann), Leonie Riedewald, Johanna Niggemann, Luisa Grosch, Vanessa Zilligen, Yasmin Rölle (57. Linette Lüschow), Magdalena Lang, Marie Schäfer, Celina Mäder (75. Nathalie Brück)

Tore: 1:0 Yasmin Rölle (32.), 1:1 Alessandra Vogel (65.), 1:2 Michelle Klostermann (73.)

ZS: 53

SR: Sandra Föhrdes mit ihren Assistentinnen Hannah Riederer und Chantal Euskirchen