März 17 2016

Das Top Spiel der Liga in Bad Neuenahr

Wenn am Sonntag um 14 Uhr das Spiel der Frauen Regionalliga Südwest, zwischen dem SC 13 Bad Neuenahr und dem 1. FFC 08 Niederkirchen angepfiffen wird, dann ist dies gleichzeitig ein Kräftemessen zwischen zwei Spitzenmannschaften der Liga. Der Dritte (SC 13) gegen den Ersten (Niederkirchen) – mehr geht fast nicht. Da beide Teams in der letzten Zeit auch nicht zu besiegen waren, dürfte den Zuschauern auch ein Spiel geboten werden, welches wohl nicht an Rasenschach erinnert.

Die Favoritenrolle ist trotzdem klar verteilt. Niederkirchen hat  bis auf ein Remis, alle Spiele gewonnen und erinnert damit an die Dominanz des TSV Schott Mainz in den beiden vorangegangenen Spielzeiten. In der Pfalz hat man von Beginn der Saison an propagiert, dass der Abstieg aus der 2. Bundesliga Süde nur ein Betriebsunfall war und der direkte Wiederaufstieg das einzig akzeptable Ziel ist. Dazu wurde mit Niko Koutroubis ein erfahrener Coach verpflichtet, der bereits eine Menge Erstligapraxis aufweist. Die Erfahrung der Mannschaft ist ein weiterer Aspekt, der vor allem im Hinspiel schmerzlich deutlich wurde. Eigentlich musste die Kurstadt Truppe früh in Front liegen, doch es kam dann genau umgekehrt. Gleich mit 4:0 fertigten die Pfälzerinnen den SC 13 ab, was schon ratlose Mienen hinterließ. Diese Mienen sind nun an der Ahr keineswegs mehr ratlos, denn seit neun Spielen ist auch die Kurstadt Elf ungeschlagen. Trotz immer wiederkehrender Ausfälle blieb das Team der Trainer Jörg Rohleder und Markus Rothe mental stabil. Auch der Platzverweis von Niederkirchens Top Stürmerin Kristin Götz am vergangenen Sonntag, blendet das Trainerteam nicht. „Sie stehen ja nicht zufällig ganz oben und haben einen ausgeglichenen und erfahrenen Kader“, so Markus Rothe. „Wir werden alles was wir können in die Waagschale werfen und dann sehen was herauskommt“, nimmt er seinem Team den Druck. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass der SC 13 Bad Neuenahr gerade in engen Situationen immer wieder Lösungen parat hat. Jetzt hoffen die Vereinsverantwortlichen auf einen guten Besuch, obwohl oder gerade weil  der verkaufsoffene Sonntag „Rund ums Ei“ stattfindet. Wer dann auch noch ein gutes Fußballspiel mitnimmt, der macht garantiert nichts verkehrt.