April 17 2016

SC 13 verliert Derby in Montabaur – hat aber keine verletzte Spielerin

Keine Spielerin verletzt, das war wohl die wichtigste Nachricht nach dem 0:1 der Regionalligamannschaft des SC 13 Bad Neuenahr beim 1. FFC Montabaur. Auf einem sehr schwer bespielbaren Geläuf in Eschelbach, stellte der Kurstadtclub zwar im ersten Durchgang die klar bessere Elf, musste aber nach 50 Minuten das goldene Tor kassieren. Nachdem die Westerwälderinnen in den letzten Spielen einige Schwächen zeigten, könnte man an diesem Sonntag vom „Saal Effekt“ sprechen, der Montabaur derart motivierte, dass es teilweise knüppelhart zuging und das ist alles andere als Negativ gemeint. Denn Michael Saal war noch in der Vorsaison als „Macher“ in Montabaur tätig, ehe er nun als Präsident in der Kurstadt agieren konnte. Spiele gegen den ehemaligen Bundesligisten sind für alle Teams in der Regionalliga ein besonderes Spiel. Noch mehr aber für den 1. FFC Montabaur, betrachtet man den Personalwechsel an der Vereinsspitze. Insofern also kein Vorwurf an den Traditionsclub aus dem Westerwald.

Dabei konnte sich der SC 13 in Durchgang Eins fünf hochkarätige Chancen erarbeiten, wobei freilich keine einzige ihr Ziel fand. Montabaur warf sich in jeden Zweikampf, als gäbe es kein Morgen mehr. Kein Wunder also, dass dann in der 50. Minute der viel umjubelte Siegtreffer fiel. Fortan wurde um jeden Zentimeter des pfützenübersäten Platzes in Eschelbach gefightet. Legitim und immer innerhalb der erlaubten Grenzen, glaubt man dem schwachen Schiedsrichter Niklas Bellgardt. Markus Rothe trauerte auch nicht lange den möglichen drei Punkten hinterher: „Es war kein gutes Spiel, was auf diesem Geläuf auch nicht möglich war. Wir sind froh das alle unsere Spielerinnen verletzungsfrei geblieben sind, schließlich brauchen wir alle noch im Saisonendspurt.“ Für den SC 13 gab es tabellarisch nur eine Veränderung. Der Vorsprung auf Platz Vier schrumpfte auf vier Punkte. Das nächste Spiel findet am kommenden Sonntag zu Hause gegen Fortuna Göcklingen statt. Um 14 Uhr heißt es dann Alltag in der Regionalliga Südwest.