September 09 2016

Das Saarbrücken Wochenende für den SC 13 Bad Neuenahr

Sowohl der Start der fünften Saison in der Juniorinnen Bundesliga, als auch der dritte Spieltag der Regionalliga Südwest führt den SC 13 Bad Neuenahr zu Spielen gegen den 1. FC Saarbrücken. Während die wilde 13 am Samstag um 14 Uhr die Nachwuchstalente des saarländischen Traditionsvereins im Apollinarisstadion empfängt, gastieren die Frauen des Kurstadtclub am Saarbrücker Kieselhumes, wo am Sonntag ab 16.30 Uhr der Ball rollt.

U 17 Cheftrainer Deniz Bakir geht mit realistischen Erwartungen in die Saison 2016/17, denn er sieht die Liga zwar wesentlich ausgeglichener, als noch in den Vorjahren, doch die Favoritenrolle ordnet er dem FSV Gütersloh 2009, der SGS Essen und dem 1. FC Köln zu. „Dahinter wird es sehr ausgeglichen und spannend werden“, so der Fußballlehrer. Er selbst könnte nun auf zwei Spielerinnen bauen, die in Kadern der U- Nationalmannschaften des DFB stehen. Nach Vanessa Zilligen hat nun auch Sophie Müller wohl den Sprung in den Kader des U 15 Nationalteams geschafft. Zilligen ist bereits einen Jahrgang darüber aktiv und gehört regelmäßig zur Startelf ihrer nationalen Auswahl. Ein weiteres Zeichen für die herausragende Arbeit in der Jugendabteilung des SC 13. Sophie Müller soll wohl aber erst mal langsam ran geführt werden und ist vielleicht eine Option für die Rückrunde. Der 1. FC Saarbrücken kann dieses bereits seit Jahren vorweisen, musste aber einen größeren Umbruch aus Altersgründen verzeichnen. Auch an der Seitenlinie gab es einen Wechsel, nachdem Markus Klimt, der bisherige Trainer, nun die zweite Mannschaft des FCS coacht. Lisa Alt nimmt nun seinen Platz ein und freut sich besonders auf das Gastspiel an der Ahr: „Beim Kurstadt Cup haben wir tolle Freundschaften geschlossen und außerdem bin ich ja nicht weit von hier aufgewachsen“, gibt sie zu Protokoll. Unisono mit dem sportlichen Leiter des SC 13, Sijamak Sauer, weiß sie konform zu Deniz Bakir die Liga einzuschätzen: „Mit Iserlohn und Montabaur sind zwei schwächere Team abgestiegen und werden von den wesentlich stärkeren Teams aus Duisburg und Mainz ersetzt. Da gibt es keine Mannschaft die vor der Saison schon als sicherer Absteiger gilt.“ Sauer fügt gerade beim Beispiel TSV Schott Mainz noch einen wichtigen Fakt hinzu: „Schott nimmt den Frauen und Mädchenfußball sehr ernst und hat viel investiert. Das wird für uns also eine knifflige Saison, wo erst einmal der Klassenerhalt vorderste Priorität hat.“ Nach dem Südwestderby am Samstag hat man an der Ahr zumindest einmal die Gewissheit auf eine oft gestellte Frage – Wo stehen wir eigentlich?

Ähnlich gestaltet sich die Situation in der Regionalliga Südwest. Sieben Teams haben nach zwei Spielen vier Punkte auf der Habenseite. Dazu gehören auch der SC 13 und die Reserve des 1. FC Saarbrücken, auf deren Kunstrasen nun der direkte Vergleich stattfindet. Am Sonntag um 16.30 Uhr  kommt es zum Duell der beiden Traditionsvereine im Frauenfußball. Rückenwind haben beide Mannschaften erhalten, da nach einem torlosen Auftakt der Saison für Beide ein Sieg am letzten Wochenende zu Buche stand. Saarbrücken II siegte überraschend beim Geheimfavoriten Siegelbach, während der SC 13 den aufstrebenden 1. FC Riegelsberg mit 3:0 in die Schranken wies. Für Cheftrainer Jörg Rohleder eine Wohltat, denn auch die zur Verfügung stehenden jungen Spielerinnen standen hierbei ihre Frau. „In Saarbrücken haben wir letztes Jahr nicht gut ausgesehen. Es wird darauf ankommen wie meine Mannschaft in das Spiel kommen wird. Die Chancen dort stehen 50:50, also Spannung sollte garantiert sein.“ Sein Pendant Markus Klimt kennt den SC 13 aus den letzten Jahren nur allzu genau und wird sich seine Taktik wohl überlegt haben. Da aber auch er auf ein sehr junges Team zurückgreift, weiß er auch welch Schwankungen ein junges Team unterlegen ist. Personell kann Jörg Rohleder immer noch nicht auf alle seine Schützlinge bauen. Zwar ist Feride Bakir wieder an Bord, dafür fehlt Lena Fehrenbach urlaubsbedingt. „Gerade hier werden wir uns etwas einfallen lassen und der Spielweise des FCS etwas entgegen setzen. Unterstützung bekommt seine Mannschaft wohl in Form der eigenen Fans, die die Möglichkeit angeboten bekommen haben im Mannschaftsbus mitzufahren. Es wurde rege und gerne angenommen. Der Sieger der Partie, sollte es einen geben, hat sich jedenfalls früh in der Spitzengruppe fest gesetzt.