September 15 2016

Der Angriff auf die Spitze – SC 13 will Heimstärke zeigen

Die zwei Top Teams des SC 13 Bad Neuenahr haben am Samstag zwei Aufgaben zu lösen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während die Regionalliga Elf von Cheftrainer Jörg Rohleder den Aufsteiger SG Parr Medelsheim empfängt, reisen die Bundesliga Juniorinnen zum Ligafavoriten FSV Gütersloh 2009. Doch Vorsicht, denn während die wilde 13 in Westfalen aber auch gar nichts zu verlieren hat, steht die erste Mannschaft im Grunde in der Pflicht zu gewinnen. Ein Sieg würde nämlich den Sprung auf den Platz an der Sonne bedeuten, wenigstens für eine Nacht.

Zu ungewöhnlicher Anstoßzeit am Samstag um 17.00 Uhr kommt es also zur Begegnung mit der SG Parr Medelsheim. Man weiß an der Ahr nicht sehr viel über den Gegner, was aber auch für Jörg Rohleder zweitrangig ist: „Wir wollen schließlich jedem Gegner unser Spiel aufzwingen“, so der erfahrene Trainer. Die Leistungskurve seiner Mannschaft zeigt stetig nach oben, wie auch die Art und Weise des Punktgewinns in Saarbrücken zeigte. Rohleder klagt auch gar nicht erst über die lange Liste der Rekonvaleszenten, sondern macht aus der Not eine Tugend. „Es müssen die fitten Spielerinnen richten und das haben sie bisher gut gemacht.“ Ein Fakt der über die Gäste bekannt ist, sollten die vier Treffer sein, welche die Saarländerinnnen gegen den starken Mitaufsteiger FC Speyer erzielt haben. Dieser rangiert bekanntlich eine Rang vor dem SC 13 und lehrte bislang den etablierten Mannschaften das fürchten. Dennoch haben sich die Kurstädterinnen ein Ziel gesetzt – das eigene Stadion soll zur Festung werden und jedem Gegner Respekt einflößen. Der Beginn wurde ja bereits gegen den 1.FC Riegelsberg gemacht, jenes Riegelsberg, welches am vergangenen Sonntag den hoch gehandelten TuS Wörrstadt mit 3:0 nach Hause schickte. Mit welcher Start Elf Jörg Rohleder nun auch immer aufwarten kann, sie könnte zumindest erfahrener sein, ob besser wird sich zeigen.

Die Steine, die den Verantwortlichen des SC 13 nach dem Auftaktsieg über Saarbrücken vom Herzen fielen, waren deutlich spürbar. Mit diesem Sieg im Rücken reist man nun in die Tönnies Arena nach Rheda Wiedenbrück. Dort trägt der deutsche Vizemeister, der FSV Gütersloh 2009, seine Heimspiele aus. So auch am Samstag um 14 Uhr und dabei gelten die Westfälinnen als haushoher Favorit. Sie selber starteten nämlich mit einem souveränen 3:0 beim Mitfavoriten 1. FC Köln, was auf eine beeindruckende Frühform hinweist. Zudem kennt sich Trainerin Jacqueline Dünker bestens mit der Arbeit beim Kurstadtclub aus, spielte sie doch selber schon hier an der Ahr. Taktikfuchs Deniz Bakir hat sich mit Sicherheit so seine Gedanken gemacht, wie es mit etwas zählbaren klappen könnte. „Das Spiel beginnt bei 0:0. Natürlich sind wir Außenseiter, aber wir wollen uns nicht wie das Kaninchen vor der Schlange präsentieren“, gibt er zu Protokoll. Die Stimmung in seinem Team könnte nicht besser sein, auch beim Anhang macht sich schon Vorfreude auf die gemeinsame Reise nach Rheda Wiedenbrück breit. Spätestens seit der Partie in Iserlohn, in der Vorsaison, werden die Auswärtsfahrten zu Kultprojekten. Vielleicht hilft es ja dieses Mal, denn bislang ist man immer ohne Punkte aus Westfalen abgereist.