Eine Niederlage die weh tut. Wilde 13 verliert mit 0:1 beim 1. FC Köln

Bereits vor dem 0:1 (0:1) bei den Bundesliga Juniorinnen des 1. FC Köln musste Trainer Deniz Bakir eine Hiobsbotschaft verdauen. Kapitänin Marie Schäfer verletzte sich beim Aufwärmen und erweiterte die Liste der fehlenden Stammspielerinnen noch weiter. Mit Schäfer fehlten insgesamt sechs seiner Schützlinge, die eventuell etwas am Endstand hätten ändern können. Dennoch war der Fußballlehrer nach dem Spiel angefressen. Zwar klappte die Arbeit gegen den Ball sehr gut, nach vorne hin fehlte aber zusehends die Körpersprache, die es gegen einen verunsicherten Gegner braucht. So war dann auch der Sieg der Domstädterinnen absolut verdient.

 

Es begann mit ausgeglichenen Spielanteilen, wobei sich die Partie weitestgehend im Mittelfeld abspielte. Die Defensivabteilung der wilden 13 hatte fast alles im Griff, so dass Torhüterin Lisa Venrath selten eingreifen musste. Einzig die sehr starke rechte Offensivseite der Gastgeberinnen sorgte ab und an für Gefahr im Strafraum der Kurstädterinnen. Dem Offensivspiel des SC 13 fehlte die letzte Entschlossenheit, was sich daran ablesen lässt, dass ganze zwei Torschüsse in der ersten Hälfte zu Buche standen. Schlimmer noch, denn eine Minute vor dem Pausentee gelang wieder eine schöne Kombination der Kölnerinnen über rechts. Die daraus entstehende Flanke landete auf dem Kopf von Janet Stopka, die dann das goldene Tor markierte. Psychologisch natürlich der ungünstigste Zeitpunkt für jede Mannschaft die in Rückstand gerät. Nach einer längeren Halbzeitansprache von Deniz Bakir schöpften die unerschütterlichen Anhänger der wilden 13 noch einmal neuen Mut, da es nun den einen oder anderen guten Konteransatz gab. Nach einer Stunde kam es dann zur turbulentesten Minute des Spiels. Nachdem der 1. FC Köln eine gute Chance ausließ, konterte der SC 13 postwendend mit dem besten Angriff des Spiels. Über Sarah Leo und Vanessa Zilligen zu Leonie Riedewald, die einen Tick zu früh abzog und an Pauline Nelles im Kasten des FC scheiterte. In der Schlussphase hatte man eher den Eindruck Köln würde auf 2:0 erhöhen, als dass der Ausgleich auf der Gegenseite fällt. So sprach Deniz Bakir anschließend auch Klartext: „Hinten war es in Ordnung, nach vorne nicht bundesligareif. Wir haben nun nächsten Samstag in Duisburg schon richtigen Abstiegskampf. Dort werden wir ganz anders auftreten müssen und ich weiß dass meine Mannschaft das auch kann. Wir sind nach den ersten beiden Spielen nicht abgehoben, jetzt werden wir nach zwei Niederlagen auch nicht in Panik verfallen. Trotzdem warne ich vor allzu großer Zufriedenheit und Sicherheit. Diese Saison wird noch lang.“

Was Bakir meint ist das Gastspiel am kommenden Samstag um 14 Uhr an der Mündelheimer Strasse in Duisburg. Dort wartet ein kampfstarker Aufsteiger auf die Kurstädterinnen.

 

SC 13: Lisa Venrath; Amelie Schulte, Anna Lena Stein, Leonie Riedewald (75. Luisa Schmitgen), Larissa Talarek, Vanessa Zilligen, Mara Bungarten (56. Elena Deuster) Emily Feifarek, Lisa Weise, Rebecca Schumann, Celina Mäder (51. Sarah Leo)

 

Tor: 1:0 Janet Stopka (39.)

 

SR: Katharina Gerhard mit ihren Assistenten Binnur Sönmez und Jannis Pawlowski

 

ZS: 54

War nach dem Spiel sauer: Deniz Bakir
War nach dem Spiel sauer: Deniz Bakir