April 06 2017

Das Derby als Prestigeduell – SC 13 Bad Neuenahr gastiert in Andernach

Tabellarisch treffen am Sonntag um 13.30 Uhr auf dem Kunstrasen am Stadion Andernach die beiden Top Teams der Liga aufeinander. Der Erste begrüßt den Zweiten – nur geht es hier nicht mehr um die Meisterschaft, sondern um das pure Prestige. Die SG 99 Andernach steht bereits als Meister und Aufsteiger in die 2. Bundesliga fest, der SC 13 Bad Neuenahr hat in der Liga nur noch das Ziel, den momentanen Rang im Tableau zu halten. Dabei kreuzen auch die beiden Mannschaften der Stunde die Klingen, denn aus den letzten vier Spielen holten beide 10 Punkte, was den Bestwert der Liga darstellt.

Vor allem in der vergangenen Woche war es vor allem der SC 13 Bad Neuenahr, der durch den 4:1 Sieg über den SC Siegelbach für Bewegung in der Tabelle sorgte. Man löste Siegelbach auf dem Vizethron ab und überzeugte dabei nicht nur kämpferisch, sondern setzte auch spielerisch den einen oder anderen Glanzpunkt. Das alles vor den Augen von SG 99 Trainer Kappy Stümper, dessen Elf tags zuvor mit einem 1:0 in Riegelsberg die letzten Zweifel an der Meisterschaft beseitigte. Sein Pendant auf Seiten der Kurstädterinnen, Jörg Rohleder, war zwar vom Auftritt seiner Schützlinge sehr angetan, weiß aber nur zu genau welch schwere Aufgabe nun wartet: „Andernach ist zwar nun Meister, aber sie werden keinen Prozentpunkt weniger geben. Um gegen diesen starken Gegner zu bestehen, werden wir einen Schokoladentag brauchen und Andernach muss zusätzlich noch schwächeln.“ Er erinnert sich dabei nur zu gut an die deftige 0:5 Schlappe auf heimischen Boden im Hinspiel. „Wir werden zwar nicht den Bus vor dem eigenen Tor parken, aber doch aus einer massiven Defensive agieren. Alles andere wäre so, als wenn wir der SG 99 ins offene Messer laufen“, so Rohleder. Dabei denkt an vor allem an die flexible Offensive der SG 99, die in der Torstatistik weit vor allen anderen liegt. „Egal wen mein Kollege dort aufstellt, jede einzelne kann ein Spiel alleine entscheiden“, schwärmt er von den Offensivqualitäten des Gegners. Doch auch defensiv ist der Meister das Maß aller Dinge. Ganze acht Gegentore ließ man bislang in 18 Spielen zu. „Daran sieht man auch den Hauptunterschied zu uns. Diese Mannschaft ist eben um einige Jahre erfahrener“, gibt der Coach zu bedenken und bremst somit auch allzu hohe Erwartungen. Außer Frage steht aber die Brisanz dieses Spiels. Wie bislang fast immer werden alle, 22 auflaufenden Spielerinnen, schon einmal das Trikot des Kurstadtclubs getragen haben. Man kennt sich eben, dennoch sollte Zuschauer ein attraktives Spiel erwarten. Rivalität ja, aber auch wie immer, mit allem gebotenen Respekt.