September 07 2017

Konträre Ziele der Top Teams

Während es für das Regionalligateam des SC 13 Bad Neuenahr am Sonntag um 14 Uhr ins nächste Topspiel geht, müssen die Bundesliga Juniorinnen 24 Stunden zuvor bereits ihr zweites Match der „Mission“ Klassenerhalt“ bestreiten. Die erste Mannschaft trifft auf den FC Speyer, während die wilde 13 bei Bayer 04 Leverkusen antreten muss. Das wären die puren Fakten, denn hinter beiden Spielen steckt eine besondere Geschichte. Chronologisch beginnen wir mit der U 17.

Es gibt wahrlich leichtere Auftaktprogramme, denn nach dem 1:6 gegen den amtierenden Meister 1. FC Köln kommt es nun am Leverkusener Kurtekotten zum zweiten rheinischen Duell. Auch hier sind die Rollen klar verteilt. „Die Niederlage von Bayer 04 in Gütersloh hat mich vor allem in der Höhe überrascht, denn Leverkusen zählt für mich zu den Teams aus dem oberen Drittel der Tabelle“, ist sich Trainer Jürgen Ebert der Schwere der Aufgabe  bewusst. ‚Parallel zur Vorsaison muss die Elf des ehemaligen SC 13 Coaches Aleksandar Vukicevic gewinnen, nur waren es noch im Mai Punkte gegen den Abstieg, während nun ein Fehlstart vermieden werden soll. Vukicevic kann dabei aber nicht mehr auf die genauen Kenntnisse über seinen Gegner bauen, denn es tritt eine fast komplett neue Mannschaft für den Kurstadt Club an. Für Jürgen Ebert zählen auch ganz andere Komponenten: „Unabhängig vom Resultat kommt es mir auf das WIE an. Die Mannschaft hat sich auch gegen Köln nicht hängen lassen. Wir können in Leverkusen nur mit absolutem Einsatz und Leidenschaft bestehen.“ Doch selbst im Falle einer Niederlage wird man an der Ahr nicht nervös werden, denn einen eher punktearmen Start in die Spielzeit hatte man insgeheim eingeplant. Somit ist der Druck erst einmal von den jungen Spielerinnen genommen und sie können frei aufspielen. Schließlich sind dann erst 2 von 18 Spielen vorbei. Genügend Zeit also um die nötigen Zähler zu sammeln.

Beim WIE ist man auch schon bei der einzigen Gemeinsamkeit der Spiele, denn nach dem 2:0 beim SV Holzbach ist das Team von Trainerin Jacqueline Dünker zwar Tabellenführer, aber trotzdem sieht die Übungsleiterin noch viel Potential: „Wir müssen gegen Speyer eine gehörige Schippe drauflegen. Dieser Gegner ist ein guter Gradmesser, wo wir nun genau stehen“, so Dünker. In der Tat liegt der Verein aus dem äußersten Süden von Rheinland Pfalz gerade einmal zwei Zähler hinter dem SC 13. Die beiden bisherigen Spiele blieb der FC Speyer ungeschlagen. Einem 5:2 in Riegelsberg, folgt am vergangenen Wochenende ein 2:2 gegen den 1. FC Saarbrücken II. Also ist die Heimelf gewarnt, was sich auch in den beiden Vorjahresresultaten ausdrückt. 0:0 zu Hause und ein Last Minute 2:2 in Speyer sprangen heraus. Allerdings ist der SC 13 seit besagtem 2:2 in der Liga ungeschlagen, Saisonübergreifend versteht sich. Ein positiver Faktor kommt noch dazu. „Unsere Krankenstation lichtet sich immer weiter, so kann zum Beispiel Mia Trombin wieder auflaufen und auch Steffi Lotzien ist wieder auf dem Sprung“, freut sich Jacqueline Dünker. Mit der, aus dem Urlaub zurück gekehrten Feride Bakir verfügt sie nun wieder über wesentlich mehr Alternativen und Spielsysteme. Und außerdem sind die Kurstädterinnen bereits nach zwei Spieltagen die einzige Mannschaft ohne Gegentor. Der Erste empfängt den Dritten, viel mehr Spitzenspiel geht wohl nicht und viele Zuschauer, die das 3:0 gegen den SV Dirmingen zum Auftakt gesehen haben, dürften Lust haben wieder ins Apollinarisstadion zu pilgern.

Paula Gau soll das Spiel der wilden 13 antreiben
Foto: Guido Kölzer