September 23 2018

Der Knoten ist heute geplatzt – SC 13 siegt mit 5:2 gegen den 1. FC Saarbrücken II

Mit einer grandiosen läuferischen und kämpferischen Leistung hat der SC 13 Bad Neuenahr den 1. FC Saarbrücken II mit 5:2 (0:1) in die Schranken gewiesen und eine Art Befreiungsschlag gelandet. Vor allem die Schlussphase hatte es in sich, denn binnen 25 Minuten wandelten die Schützlinge von Trainerin Jacqui Dünker eine 0:2 Rückstand in einen Sieg um, der vor allem ein Resultat hervorragender Moral war. Die überragende Johanna Kuhn (2), „CC“ Mäder, Lisa Weise und ein Eigentor der Gäste sorgten letztlich für einen auch in dieser Höhe verdienten Sieg. Alexandra Kern und Pia Fischer hatten zuvor den Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt und ihre Farben scheinbar entscheidend in Front gebracht.

Ohne die erkrankte Lean Heinrichs und Anna Lena Stein musste Dünker ihre Startelf umstellen. Marie Schäfer kehrte ins Team zurück, während Lisa Weise den Vorzug vor „CC“ Mäder erhielt. Sofort schlug der SC 13 ein sehr hohes Tempo an, was bei den Bodenverhältnissen schon ein gewisses Risiko darstellte. Saarbrücken wartete mit zwei pfeilschnellen Spitzen auf, so dass sich direkt ein munterer Schlagabtausch entwickelte. 23 : 4 Torschüsse und ein Eckenverhältnis von 9 : 1 standen am Ende zu Gunsten des Kurstadtclubs auf dem Zettel. Bereits der zweite Versuch der Gäste bedeutete dann allerdings in der 25. Minute den 0:1 Rückstand für den SC 13. Alexandra Kern vollendete mit dem Kopf einen schönen Konter der Gäste. Deja Vu, dachten sich die meisten Anhänger der Schwarz Roten wohl, denn immer wieder betrieb die Heimelf einen immens hohen Aufwand, um selber zu Möglichkeiten zu kommen. Bis hin zur „Box“ sah das auch meistens gut aus, alleine fehlte die Effektivität.

Elf Minuten nach der Pause traf dann Marie Schäfer noch den Pfosten des Gästetores und als acht Minuten später Pia Fischer mit dem vierten Torschuss der Saarländerinnen auf 2:0 erhöhte, dachten alle der gut 70 Zuschauer sich in einem falschen Film zu befinden. Dünker hatte inzwischen mit Mäder und der zurückgekehrten Feride Bakir schon zwei Mal gewechselt und versuchte es jetzt noch mit Emily Feifarek als Abräumerin im Mittelfeld. Mit Erfolg, denn vor allem die Abgeklärtheit von Bakir sorgte für den Umschwung. Johanna Kuhn war es vorbehalten mit ihrem Anschlusstreffer eine nie für möglich gehaltene Schlussoffensive einzuläuten. Nach einer Lotzien Ecke drückte die Kapitänin die Kugel aus 5 Metern über die Linie (66.). Elf Minuten später zog Lise Weise zum Tor der Gäste und der Klärungsversuch des FCS landete plötzlich im Tor. Ausgleich und die glückliche Wende zum Guten für die Kurstädterinnen, die nun ein respektables Feuerwerk abfackelten. Eine Kombination der eingewechselten Spielerinnen landete letztlich bei „CC“ Mäder, die aus 20 Metern genau den Giebel des Saarbrücker Tores traf. Ein wahres Kunstwerk von Tor also (79.). Zwei weitere erzwungene Fehler der Gäste brachten dann noch die ‚Tore von Lisa Weise (87.) und Johanna Kuhn (89.). Zwei Faktoren dürften den Ausschlag für die Explosion der letzten 25 Minuten gegeben haben, in denen die junge Heimelf wie ein Tsunami über den Gegner hinweg fegte. Die ausgezeichnete physische Verfassung und der 113%ige Teamgeist der Truppe. Respekt vor der Tatsache, dass die Dünker Elf das Tempo über 90 Minuten extrem hoch hielt, während der FCS zunehmend abbaute. Wohl ein Ergebnis der tollen Arbeit vor Athletiktrainer Maurice Mülder, der intensiv mit dem Team arbeitet. Jacqui Dünker brauchte nach dem Spiel ein paar Minuten um wieder einen klaren Gedanken zu fassen: „ Ich bin pitschnass, aber total zufrieden mit den Mädels. Sie haben sich endlich für ihre Spielweise belohnt und jede ist an ihre Grenzen gegangen. Harte Arbeit zahlt sich eben doch aus. Jetzt dürfen wir aber nicht abheben und müssen genau so weiter arbeiten.“

SC 13: Marie Wenzl; Amelie Schulte, Johanna Kuhn, Rebecca Schumann, Stefanie Lotzien Sarah Goffin (55. „CC“ Mäder), Mia Trombin, Magdalena Lang, Marie Schäfer (75. Emily Feifarek), Lisa Weise, Carolin Dillenburg (59. Feride Bakir)

Tore: 0:1 Alexandra Kern (25.), 0:2 Nina Rauber (64.), 1:2 und 5:2 Johanna Kuhn (66. + 89.), 2:2 Eigentor (77.), 3:2 Celina Mäder (79.), 4:2 Lisa Weise (87.)

SR: Christoph Fuxen mit seinen Assistenten Michael und Tobias Hecker

ZS: 70