Oktober 04 2018

SC 13 erstmals zu Hause erstmals der Außenseiter – TSV Schott Mainz ist zu Gast

In der noch jungen Saison 2018/19 ist der SC 13 Bad Neuenahr zum ersten Mal nicht der Favorit auf heimischem Geläuf. Mit dem TSV Schott Mainz gibt einer der drei Zweiligaabsteiger seine Visitenkarte ab. Am Sonntag um 14 Uhr heißt es nun für die Elf von Trainerin Jacqui Dünker die beeindruckende mannschaftliche Leistung aus dem Spiel gegen den 1. FC Saarbrücken II zu bestätigen. Selbst Anhänger des Nachbarvereins Ahrweiler BC, die damals bereits zum nachfolgenden Rheinlandligaspiel der Männermannschaft im Stadion weilten, waren begeistert vom Tempospiel der Kurstadtelf, das über die vollen 90 Minuten ein immens hohes Niveau hatte. Doch der kommende Gegner aus der Landeshauptstadt hat wohl noch ein höheres Potential, was die Aufgabe naturgemäß wesentlich schwerer erscheinen lässt.

Gleich sechs Spielerinnen aus dem Kader der Dünker Truppe verbrachten die „freie“ Woche beim U 18 Länderpokal in Duisburg. Zwar mit mäßigem Erfolg, doch ein Gutes hatte der Trip in die Sportschule Wedau schon. Alle konnten reichlich Spielpraxis sammeln. Derweil hat sich auch das Lazarett in Reihen der Gastgeberinnen gelichtet. Alleine das Comeback von Lena Heinrichs dürfte wieder ein Quantum Stabilität in die blutjunge Mannschaft aus der Kurstadt bringen. Zur Findung einer schlagkräftigen Startelf nutzte Jacqui Dünker auch das Pokalspiel beim SV Holzbach II (9:1), bei dem zur Halbzeit bereits kräftig gewechselt wurde. Dennoch ist für die Trainerin die Rollenverteilung am Sonntag vorgegeben: „Wir müssen uns zwar hinter keinem Team der Liga verstecken, aber Mainz gehörte vor der Saison schon zu den Ligafavoriten und daran hat sich auch nichts geändert.“

Zum Auftakt besiegten die Mainzerinnen den amtierenden Meister TuS Issel mit 2:1. Weitere Siege folgten, ehe der TuS Wörrstadt dem TSV Schott die erste Niederlage beibrachte. Auch das 1:1 jüngst beim 1. FFC Montabaur wird den Gästen Warnung genug sein. Dort wiederum hätte vergangenen Sonntag auch der SC 13 antreten sollen, da aber besagte sechs Spielerinnen beim Länderpokal weilten, einigte man sich mit den Westerwälderinnen auf den 15.11. als Nachholtermin.

Alles in allem weiß die Heimelf nun zu was sie in der Lage ist, muss dieses aber noch in weitern Spielen bestätigen. Der Teamgeist in der Mannschaft stimmt, genau wie die körperliche Fitness. Der dringend benötigte Schuss Erfahrung könnte durch die zurückgekehrte Feride Bakir wieder ein Stück weit kompensiert werden. Zudem befindet sich Kapitänin Johanna Kuhn seit Wochen in Topform und mutiert mittlerweile sogar zur Goalgetterin. An der Ahr freut man sich jedenfalls auf das Duell mit dem größten Sportverein in Rheinland Pfalz. Sollte dann noch etwas Zählbares herausspringen, dann würde der Besuch der Kirmes in der Kreisstadt noch beschwingter von Statten gehen.