April 11 2020

Was macht eigentlich…

…Vanessa Freier

Sympathisch, erfolgreich und stringent

Zwar spielte die 24-jährige Vanessa Freier, die wegen ihres Studiums am Rhein Ahr Campus in Remagen von ihrem Heimatverein FFV Fortuna Göcklingen (Südliche Weinstraße) zum SC 2013 Bad Neuenahr wechselte, nur in den beiden Spielzeiten 2016/2017 und 2017/2018 im Trikot der Kurstädterinnen, dennoch hinterließ sie einen bleibenden Eindruck beim Regionalligisten aus dem Ahrtal. Stringent spielte sich die Mittelfeldspielerin in die Elf des damaligen Trainers Jörg Rohleder und in die Herzen ihrer Teamkolleginnen und zahlreicher

Vanessa, energisch an der Seitenlinie.

Vereinsmitglieder. Ab Oktober 2016 übernahm die sympathische und zielstrebige Blondine als hauptverantwortlicher Coach auch die Geschicke der U-13 Juniorinnen und war so auch an der sehr positiven Entwicklung vieler Talente wie bspw. Anga Bartzen, Jule Rohleder

oder Emma Gumbel beteiligt. Im Rahmen ihres Studiums zog es Freier nach Beendigung der Spielzeit für ein Praktikum dahin, wo Sterne auf den Kühlern der Autos genauso selbstverständlich sind wie handgeschabte Spätzle – nämlich nach Stuttgart. Beim VfB Stuttgart fand sie zunächst als Praktikantin und anschließend als Assistenz des Vorstands Marketing und Vertrieb ihre neue berufliche Heimat. Sportlich schloss sie sich dem VfB Obertürkheim an und stieg mit diesem direkt schon in ihrer Premierensaison von der Oberliga in die Regionalliga auf.

Wie geht es dir in dieser schwierigen Zeit?

Vanessa Freier:

Hallo erstmal nach Bad Neuenahr. Mir geht es den Umständen entsprechend sehr gut. Wenn man sieht, wie es anderen Menschen zurzeit geht, darf man sich nicht beschweren! Nichts desto trotz fehlt mir natürlich der Kontakt zu meinen Freunden und Kollegen und vor allem der Fußball!

 

Hat die aktuelle Lage auch Auswirkung auf deine Tätigkeit bei einem der noch immer größten und wichtigsten Fußballvereine Deutschlands?

Vanessa Freier:

Wie viele andere Unternehmen und Fußballclubs, hat es auch den VfB nicht unberührt gelassen. Seit April arbeiten wir alle teilweise in Kurzarbeit und hoffen natürlich, dass sich die Situation schnellstmöglich erholt.

 

Bei deiner Wahl, sich dem VfB Obertürkheim anzuschließen, scheinst du die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Der Klub macht mit Blick auf dessen Social-Media-Auftritt einen sehr guten und freundlichen Eindruck. Wie würdest du den Verein beschreiben?

Vanessa Freier:

Ich beschreibe den VfB Obertürkheim immer gerne mit unserem Slogan #obtistleidenschaft. Wir bekommen nichts geschenkt. Sowohl auf, als auch neben dem Platz, bedarf es stets ein hohes Maß an Leidenschaft. Was sich aber im positiven Sinne auf den Zusammenhalt im Verein auswirkt und uns dahingehend besonders macht.

 

Göcklingen, Bad Neuenahr, Obertürkheim. Wie unterscheiden sich die Vereine?

Vanessa Freier:

Ich würde sagen, der größte Unterschied liegt in den Vergangenheiten der jeweiligen Vereine. Während Göcklingen regional ein großer Name im Frauenfußball war und der SC13 gar bundesweit hierfür bekannt ist, muss man in Stuttgart jedem erst erklären, dass die Frauen des VfB Obertürkheim nun auch Regionalliga spielen. Zudem waren die Rahmenbedingungen als Spielerin beim SC 13 dahingehend schon unvergleichlich. Allein das Apo… Es war ein Traum, auf diesem Rasen spielen zu dürfen!

 

Wie verfolgst du die Geschehnisse beim SC 13 und welches Fazit hast du nach den zwei Spielzeiten für dich gezogen?

Vanessa Freier:

Ich verfolge diese immer noch sehr regelmäßig, da mir der Verein durch meine Zeit als Spielerin, Trainerin und durch den Kurstadt Cup sehr ans Herz gewachsen ist. Der SC 13 hat eine unfassbar starke Jugendarbeit und dadurch enormes Potenzial. Viele Talente werden zu starken Persönlichkeiten geformt, die gespickt mit etablierten Spielerinnen die optimale Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft sein können. Ich bin mir sicher, dass dieses Konzept mit ein wenig Geduld und dem nötigen Engagement bald wieder die verdienten Früchte trägt.

 

Gibt es noch Kontakt zu deinen ehemaligen Teamkolleginnen?

Vanessa Freier:

Klar! Ich war zwar nur 2 Jahre an der Ahr, aber es war eine sehr intensive Zeit, in der aus manchen Mitspielerinnen auch gute Freundinnen wurden. Uns verbinden viele schöne gemeinsame Erinnerungen auf und neben dem Platz, die ich keineswegs missen möchte. Aber auch außerhalb des Teams gibt es viele tolle Menschen (z. B. meine ehemaligen U13-Mädels oder die fleißigen Helfer beim Kurstadt Cup), die ich in dieser Zeit kennenlernen durfte und die ich gerne wieder sehe würde, sobald es mein Terminkalender und natürlich die aktuellen Umstände wieder zulassen.