Oktober 11 2021

U 17-Juniorinnen: Knappe Niederlage nach starkem Spiel

Nach dem Spiel des neunten Spieltags der U 17-Bundesliga gegen Bayer 04 Leverkusen herrschte im Lager des SC 13-Nachwuchses ein Gemengelage aus Enttäuschung, Fassungslosigkeit, Wut und Stolz vor. Bei der 2:3 (2:2)-Niederlage gegen den Tabellenführer aus Leverkusen zeigten die Mädels aus der Kurstadt die bis dahin beste Saisonleistung. Unterdessen war es  für Interimstrainer Marcelo Jansen das letzte Spiel. Er wird wieder als Assistenztrainer zur ersten Mannschaft zurückkehren. Über seine Nachfolge soll in dieser Woche final entschieden werden.

Von Spielbeginn an war kaum ein tabellarischer Klassenunterschied im Duell zwischen Ligaprimus und Tabellensiebter zu erkennen. Auf das 0:1 (20‘) durch Julia Mickenhagen fand der SC 13 schnell die passende Antwort. Lilith Schmidt ließ sich aus 17 Meter Torentfernung nicht lange bitten und traf zum 1:1 (23‘). Es folgte die einzige Phase des Spiels, in der die Gäste verstärkt in der Offensive zu finden waren und auf den zweiten Treffer drückten, welcher auch in der 34. Minute nach einem Distanzschuss   durch Delice Bobby erfolgte. Doch erneut, wie schon nach der ersten Gästeführung, folgte der Ausgleich umgehend. Loredana Martini traf im dritten Spiel in Serie. Ihr leicht abgefälschter Schuss aus 14 Metern senkte sich unhaltbar über Gäste-Schlussfrau Louisa Remien zum 2:2-Halbzeitstand.

Im zweiten Spielabschnitt eroberte sich der SC 13 anfangs mehr Ballbesitz und hatte auch zwei gute Torgelegenheiten. Lilith Schmidts Distanzschuss ging nur knapp über den Querbalken und ein Schuss von Emma Brandt traf lediglich das Außennetz.  Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gäste in der Offensive wieder  etwas aktiver, ohne dabei vorerst gefährlich vor dem Tor von SC 13-Torhüterin Hannah Augustin aufzutauchen. Nach 62 Minuten rettete Luisa Rössel souverän vor einer einschussbereiten Gästespielerin. Nur kurz darauf war die Erleichterung bei den SC 13-Spielerinnen, auf der Trainerbank als auch beim Anhang sehr groß, als die auf der Höhe des Geschehens stehende Schiedsrichter-Assistentin wegen einer Abseitsstellung die Fahne hob. Doch anschließend korrigierte und überstimmte die Schiedsrichterin die Entscheidung und entschied auf ein reguläres Tor. Die anschließenden Bemühungen den Spielstand noch zu remisieren, blieben leider erfolglos. Die Enttäuschung nach der Partie war groß. Die Mädels fühlten sich durch diese zumindest fragwürdige Schiedsrichterentscheidung um den Lohn ihrer starken Leistung betrogen. „Ich bin als Trainer stolz, dass ihr euch so präsentiert habt und bewiesen habt, vor keinem Gegner in dieser Liga Angst haben zu müssen“, meinte Jansen nach dem Spiel zu seinem Team. Vorerst ein schwacher Trost, doch schon in den nächsten Tagen sollte die Wut und Enttäuschung dem Stolz auf einen couragierten Auftritt  und dem hinzugewonnenen Selbstbewusstsein weichen. Das nächste Spiel findet am 30. Oktober beim Tabellenvierten SGS Essen statt.