Juni 13 2022

SC 13 gewinnt den Rheinlandpokal

Mit einem souveränen 5:1 (3:0)-Sieg gegen TuS Issel gewannen die Regionalligafrauen des SC 13 Bad Neuenahr am Sonntag in Mayen vor ca. 300 Zuschauern erstmals in ihrer Vereinsgeschichte den Rheinlandpokal. Das bringt den SC 13 künftig in eine viel bessere Position“, so der frohgelaunte Vize-Präsident Guido Kölzer nach dem Schlusspfiff.

Kaum waren die 90 Minuten beendet, ploppten die Kronkorken, Spielerinnen und Offizielle tanzten im Kreis und so manche(r) war von Gerstensaft durchnässt bis auf die Haut. Zuvor waren es vom Anstoß weg 90 souveräne Minuten, die dem Frauen- und Mädchenfußballverein aus der Kurstadt an der Ahr den bis dahin größten Vereinserfolg bescherten. Die Mädels um Spielführerin Stefanie Lotzien fühlten sich in ihrer Rolle als Favoritinnen sehr wohl. Gegen die personell angeschlagenen Widersacherinnen von der Mosel gelang ein Spielauftakt nach Maß. Nach einer Rechtsflanke von Franziska Wendel drückte Sonja Bartoscheck das runde Spielgerät am Fünfmeterraum zur 1:0 (4.)-Führung über die Linie. Die Kurstadt-Elf blieb am Drücker. Nach einer weiteren Torchance von Sonja Bartoscheck (14.), hatte Berna Tokmak (16.) mit einem Pfostentreffer aus der Nahdistanz Pech. Doch die nächste Torgelegenheit sollte nicht lange auf sich warten lassen. Diesmal war es Bartoschecks Sturmpartnerin Franziska Wendel die aus 14 Metern mit Flachschuss zum 2:0 (19.) traf. Erneut kam die Vorarbeit von Magdalena Lang. Dem Treffer zum 3:0 (31.)-Halbzeitstand ging ein Eckball von Stefanie Lotzien voraus. Sonja Bartoscheck vollstreckte mit einem Kopfball aus fünf Metern. Issel, häufig mit langen Bällen agierend, fehlte fast über die gesamte Spielzeit die nötige Ruhe am Ball um sich kontinuierlich in der gegnerischen Hälfte festzusetzen, zudem zeigte sich die Defensivreihe vom SC 13-Trainer-Team Anne-Kathrine Kremer und Marcello Jansen sehr aufmerksam.

„Eine Glanzleistung von allen Spielerinnen und ein super Teamgeist“ (Sonja Bartoscheck)

Spätestens mit dem Treffer zum 4:0 (55.) durch Sonja Bartoschecks drittes Tor war die Partie endgültig entschieden. Mal wieder hatte sich Magdalena Lang –zusammen mit Bartoscheck die überragende Akteurin auf dem Feld- über rechts durchgesetzt und den Ball auf Berna Tokmak zurückgelegt. Deren abgeblockten Schuss aus 16 Metern verwertete die handlungsschnelle Bartoscheck zum vierten Tor des Tages. Der Ehrentreffer zum 4:1 (73.) durch Alina Knobloch sollte der Vorfreude der Kurstadtkickerinnen auf den Schlusspfiff keinen Abbruch tun. Zuvor aber, in der 89. Spielminute, legte Franziska Wendel mit einem 16 Meter-Schuss unter die Latte zum 5:1-Endstand nach. Ein verdienter Sieg für die Mannschaft, die sowohl gegen als auch mit dem Ball an diesem Tag das klar stärkere Team war. Somit endete ein für den SC 13 denkwürdiger und historischer Tag mit dem erstmaligen Gewinn des Rheinlandpokals und dem Aufstieg der 2. Mannschaft in die Rheinlandliga.

„Sehr anstrengend, aber total geil. Ein toller Tag für den SC 13, zumal auch die 2. Mannschaft den Aufstieg in die Rheinlandliga geschafft hat“ (Magdalena Lang)

Die Trainerstimmen:
(Anne-Kathrine Kremer / SC 13 Bad Neuenahr): „Wir waren heute individuell besser und haben verdient gewonnen. Ich bin stolz auf die Mädels, dass sie ihre Entwicklung mit einem Titel krönen konnten.“

(Stefan Jostock / TuS Issel): „Uns fehlten verletzungsbedingt einige Spielerinnen, andere mussten angeschlagen ins Spiel gehen. Dadurch fiel es uns nach dem frühen Rückstand schwer gegen ein Regionalliga-Spitzenteam wieder zurück ins Spiel zu kommen.“

Rheinlandpokal Finale

TuS Issel – SC 13 Bad Neuenahr 1:5 (0:3)

SC 13 Bad Neuenahr:
Marie Wenzl (82. Carlotta Stambke), Amelie Schulte (55. Emma Gumbel), Stefanie Lotzien, Sarah Goffin, Berna Tokmak (85. Katharina Baumann), Christina Völpel (72. Feride Bakir), Paula Gau, Sonja Bartoscheck, Magdalena Lang, Laura Houben, Franziska Wendel

Tore:
0:1 (4.) Sonja Bartoscheck, 0:2 (19.) Franziska Wendel, 0:3 (31.) Sonja Bartoscheck, 0:4 (55.) Sonja Bartoscheck, 1:4 (73.) Alina Knobloch, 1:5 (89.) Franziska Wendel