August 24 2016

Der Startschuss beim Traditionsrivalen

Über drei Monate nach dem letzten Pflichtspiel beginnt für die Regionalliga Elf des SC 13 Bad Neuenahr die neue Saison 2016/17. Ausgerechnet die Auswärtspartie beim Rheinlandrivalen TuS Issel bildet den Auftakt zu einer, mit Spannung erwarteten Spielzeit. Am Sonntag um 14 Uhr wird sich am Schulzentrum Schweich zeigen, wie sehr die abwechslungsreiche Vorbereitung Einfluss auf das Spielvermögen der Kurstädterinnen gehabt hat. Dabei hat Chef Trainer Jörg Rohleder noch einige personelle Sorgenfältchen auf der Stirn, sieht dem Duell aber mit einer ihm eigenen Weise entgegen: „Wir beginnen ausgerechnet mit dem Spiel, welches uns in der Vorsaison die meisten Kopfschmerzen bereitet hat. Eine bessere Standortbestimmung kann es ja nicht geben.“

Er meint damit sowohl das Meisterschaftsspiel, als man nach einem sicheren 2:0 zur Halbzeit noch den Ausgleich kassierte, als auch das bittere Aus im Halbfinale des Rheinlandpokals, als man wenige Wochen später mit 2:5 unterlag. Doch in den Köpfen seiner Spielerinnen sollte das kein vorrangiges Thema mehr sein, denn personell hat sich seitdem einiges verändert. Während die Gastgeberinnen einige Topspielerinnen ziehen lassen mussten, konnte der SC 13 einige Verstärkungen begrüßen. Beim gastgebenden TuS war es zum Beispiel Torjägerin Karoline Kohr, die es zum 1. FC Köln zog. Auch Lisa Umbach und Lisa Wagner verließen die Moselanerinnen, allerdings in Richtung SG 99 Andernach.

Das sah beim SC 13 schon anders aus, denn mit Clara Günter, Ines Guenther  waren es lediglich zwei Akteure, die nun aus berufs- und studienbedingten Gründen ihre Zelte woanders aufschlagen. Dafür kamen mit Lena Kloock (Tor), Chantal Ablaß, Eva Floßdorf, Luis Deckenbrock, Tabea Müller und neuerdings auch Vanessa Freier (Fortuna Göcklingen), sehr talentierte und engagierte Spielerinnen an die Ahr. Auch an der Seitenlinie gab es Änderungen. So agiert mit Christoph Motz ein DFB- lizensierter Torwarttrainer beim SC 13, dem Jörg Rohleder sein vollstes Vertrauen schenkt. Auch die anderen Bereiche der Teambetreuung sind nun weitestgehend optimal abgedeckt. Hinzu kommt, mit den aus den Bundesliga Juniorinnen aufgerückten Spielerinnen, jede Menge Qualität in den Kader. Alles in allem ist dieser Kader wesentlich breiter aufgestellt. „Das ist nun gerade zu Beginn sehr wichtig, denn wir haben einige Fragezeichen zum Saisonstart“, so Rohleder. Was und wer genau, dazu wollte sich der Coach  nicht äußern. „Aber wir werden schon ein schlagkräftiges Team auf die Beine stellen. Wir wissen auch, dass die anderen Mannschaften ähnliche Probleme haben, also werden wir nicht klagen, sondern versuchen einen optimalen Start an den Tag zu legen.“

Überhaupt können sich die Fans auf eine spannende Saison freuen, da keiner einen Überflieger der vergangenen Jahre sieht, als sowohl der TSV Schott Mainz, als auch der 1. FFC Niederkirchen die Liga beherrschten. „Es gibt eine Reihe von Teams, die ein Wörtchen in der Spitzengruppe mitreden können. Wir gehören wohl dazu, ich sehe allerdings Andernach in der Favoritenrolle“, so Rohleder. Ab Sonntag werden also Stück für Stück die Fragezeichen zu Antwortzeichen.