Februar 07 2019

Budenzauber und Standortbestimmungen – SC 13 im Dauereinsatz

Die Fußballplätze sehen wieder nach Solchen aus und der Fußballverband ruft zu den Hallentiteln – genau das wird das volle Programm des SC 13 Bad Neuenahr am kommenden Wochenende bestimmen. Während die Regionalligatruppe von Jacqui Dünker am Samstag um 13 Uhr auf dem großen Fußballkunstrasen die Werkself von Bayer 04 Leverkusen II empfängt, bittet die wilde 13 (U17) zwei Stunden später auf dem Kunstrasen Mitte den TV Konzen zum Tanz. Einen Tag später heißt es dann Budenzauber mit Futsalregeln bei den jeweiligen Hallenrheinlandmeisterschaften. Die erste Mannschaft trifft in der Halle in Neuwied Niederbieber in der Gruppenphase auf den TuS Issel, den SV Niederburg und TuS Reil. Die U 17 Juniorinnen teilen sich tags zuvor auf und treten mit einer Delegation beim entsprechenden Wettbewerb in Niederzissen an. Ab 11 Uhr heißen die Vorrundengegner SV Rengsdorf,  MSG Altendiez, MSG Dorsa Steffeln und JSG Immendorf. Hochfavorisiert sind in der Niederzissener Sporthalle dann am Sonntag ab 11 Uhr die Thir Teens, also die U 15 des Kurstadt Clubs, die auf den SV Rengsdorf, TuS Issel, TSV Emmelshausen und den JFV Oberwesterwald treffen. Hier geht es auch um die Qualifikation zum Regionalentscheid, der dann die Teilnehmer an der deutschen C- Juniorinnen Meisterschaft am zweiten Märzwochenende hervorbringt.

Picke Packe voll kann man also getrost sagen, wobei Jacqui Dünker klare Prioritäten setzt. Für die umtriebige Trainerin ist es wesentlich wertvoller zu sehen, wie ihre Schützlinge die kleineren Unzulänglichkeiten aus dem, Test gegen den SV Menden (3:2) ausbügeln. Da der Gegner aus der Farbenstadt eine ähnliche Qualität wie der SV Menden an den Tag legt, also eine gute Möglichkeit, die Lernfähigkeit ihrer Truppe zu ergründen. Die Hallenrheinlandmeisterschaft wird hingegen von den SC 13 Frauen erstmals nach einigen Jahren Pause wieder wahrgenommen. Die Erwartungen sind allerdings eher gedämpfter Art, denn Dünker legt auf den Hallenfußball eher weniger Wert: „durch die Futsalregeln vergleichen wir hier Äpfel mit Birnen. Aber natürlich wollen wir uns in Neuwied so teuer wie möglich verkaufen.“ Die Favoritenrolle liegt aber eher bei den drei Teams, die in den letzten Jahren um diesen Titel mitmischten – der SG 99 Andernach, TuS Issel und Titelverteidiger FC Bitburg.

Ähnlich gestaltet es sich auch die Mannschaft, die auf dem besten Weg ist, in die Juniorinnen Bundesliga zurückzukehren. Die U 17 von Trainerin Denise Blumenroth wird ihr Augenmerk wieder verstärkt auf die Vorbereitung zur Regionalliga Südwest legen. Denn hier kann es im Optimalfall bereits vor Ostern zur Vollendung des Aufstiegs kommen. Der Test gegen den TV Konzen soll hier der erste Test sein, wobei die Blumenroth Schützlinge bereits mit den Füßen scharren. Zwar kommt es in der Halle erstmalig zum Aufeinandertreffen mit Lokalkonkurrent SV Rengsdorf, der die Farben des FV Rheinland in der Belle Etage des deutschen Mädchenfußballs momentan vertritt, aber die Auslosung im Rheinlandpokal auf dem Großfeld macht das Traumfinale gegen eben diesen SV Rengsdorf möglich. Und genau das ist ein zweites großes Ziel der wilden 13. „Wir wissen genau was zu tun ist und messen der Halle keine übergeordnete Bedeutung bei“, gibt Blumenroth zu Protokoll.

Völlig anders gestaltet sich die Gemengelage bei der U 15, die noch vor Wochenfrist wieder einmal eine ausgezeichnete Visitenkarte beim Girls Snow Cup abgegeben hat. Vorrangiges Ziel, neben der fundierten Ausbildung der Talente ist wieder das Erreichen der deutschen C- Juniorinnen Futsalmeisterschaft. Da man im Ligabetrieb bei den Jungs mitwirkt, sind die Vergleiche mit anderen Mädchenmannschaften willkommen Abwechslung und vor allem eine gute Standortbestimmung. „Die Mädels haben viel Spaß unter dem Hallendach und wollen das Maximale herausholen“, weiß Saskia Oebel Noack zu berichten.  Wohl dem, der über einen derartigen Talentschuppen verfügt, denn beim deutschen Endturnier haben die Thir Teens bisher immer das Halbfinale erreicht, was viele über die Qualität der Talente von der Ahr aussagt. Schließlich können viele andere Großvereine mit ganz anderen finanziellen Möglichkeiten arbeiten.