Oktober 24 2019

Freude auf den Titelverteidiger – SGS Essen prüft die wilde 13

Wenn am Samstag um 13 Uhr die Partie der Juniorinnen Bundesliga West/Südwest, zwischen dem SC 13 Bad Neuenahr und der SGS Essen im Apollinarisstadion angepfiffen wird, dann kommt es nicht nur zum Vergleich des aktuellen Tabellendritten gegen den Fünften, sondern auch zum Wiedersehen zweier Vereine, die seit langen Jahren eine freundschaftliche Beziehung führen. Alle vorhandenen Statistiken aus der Historie der Teams sprechen zwar für die Mädels von der Ardelhütte, doch umso mehr oder gerade deswegen freut sich die wilde 13 auf dieses Spiel. Eines ist klar, die Freundschaft wird für 80 Minuten ruhen.

Statistisch gesehen hat die SGS noch nie gegen eine U 17 des SC 13 Bad Neuenahr verloren. Die bisher makellose Heimbilanz des Kurstadt Clubs wiederum könnte dieses ändern. Der wohl rechtzeitige Warnschuss vor den Bug erfolgte für die Truppe von Trainerin Denise Blumenroth allerdings am vergangenen Wochenende, als eine sehr stark auftretende SG 99 Andernach im Rheinlandpokal mit 2:1 in die Knie gezwungen wurde. Gut, es fragte bereits direkt nach dem Abpfiff keiner mehr danach, da die nächste Runde gebucht wurde, doch die Sinne wurden zur rechten Zeit noch einmal geschärft. Eine weitere Serie möchte die wilde 13 nämlich nach Möglichkeit gerne noch ausbauen. Seit 546 Tagen wurde kein einziges Pflichtspiel verloren, wobei dort auch nur ein Remis beim FC Speyer zu Buche steht. „Wir freuen uns auf die SGS Essen, weil wir glauben ein attraktives Fußballspiel zu erleben. Letztlich werden Nuancen über den Ausgang der Partie entscheiden“, lässt Blumenroth durchblicken. Essen, die in jeder Saison zu den Favoriten gehören, hat bislang eine Niederlage auf dem Konto, ließ aber auch erst zwei Gegentore zu und erzielte selber 14 Treffer, wovon Beke Sterner und Emily Tichelkamp jeweils Fünf markierten. Obwohl die wilde 13 nun auch lange auf Laetitia Theis (Kreuzband) verzichten muss, kann Denise Blumenroth mit einigen Tatsachen dagegenhalten. Chiara Bücher führt die Torjägerliste an (9 Tore) und hat mit Natalie Poppe, Laura Weißenfels und Berna Topuzoglu weitere Offensivgranaten an ihrer Seite. Weiterhin gingen die letzten drei Heimspiele „zu Null“ aus, wobei mit dem 1. FC Saarbrücken der aktuelle Spitzenreiter mit 3:0 in die Schranken gewiesen wurde. Die Fakten sprechen also alle für ein Spiel, welches höchstwahrscheinlich eine hohe Qualität bieten wird, wobei eben die Vorfreude der wilden 13 deutlich zu spüren ist. Eine weitere Besonderheit bietet die Aktion „Fußballerinnen gegen Ausgrenzung“, die beide Mannschaften vor Jahren initiierten. Gerade in heutigen Zeiten aktueller denn je. Eben ein besonderes Spiel, auf das sich alle freuen.